250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und digitale Übergriffe
Leila Bloch250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und digitale Übergriffe
Ein Bündnis aus 250 prominenten Frauen hat einen detaillierten Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, um männliche Gewalt zu bekämpfen. Ihre Vorschläge zielen auf Bedrohungen sowohl im digitalen als auch im analogen Raum ab und fordern strengere Gesetze sowie bessere digitale Schutzmechanismen. Die Initiative drängt auf dringende Rechtsreformen, um bestehende Lücken im Schutzsystem zu schließen.
Ein zentrales Anliegen ist die Strafbarkeit von nicht einvernehmlichen, sexualisierten Deepfake-Inhalten. Zudem fordert das Bündnis ein vollständiges Verbot von KI-gestützten "Nacktbild-Apps", die Menschen auf Fotos ohne deren Zustimmung entkleiden. Solche Tools begünstigten Belästigung und Ausbeutung, argumentieren die Frauen.
Die Initiatorinnen verlangen ein neues Digital-Schutzgesetz, das die schnelle Löschung schädlicher Inhalte gewährleisten soll. Zudem sollen Täter leichter identifiziert und zur Verantwortung gezogen werden. Ein weiterer Vorschlag sieht vor, "Femizid" als eigenständigen Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch zu verankern.
Darüber hinaus setzt sich die Gruppe für ein explizites Zustimmungsmodell – "Nur ein Ja heißt Ja" – im Sexualstrafrecht ein. Diese Änderung würde eine eindeutige Einwilligung vor jeder sexuellen Handlung erfordern und bestehende Gesetzeslücken schließen.
Der Plan des Bündnisses skizziert klare rechtliche Schritte zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Bei Umsetzung würden die Reformen den Schutz in physischen wie digitalen Räumen deutlich stärken. Die Vorschläge warten nun auf Prüfung durch Gesetzgeber und Politiker.






