11 February 2026, 12:52

3.000 Menschen gedenken NS-Opfer auf dem Marsch von Bremen nach Sandbostel

Ein Denkmal auf einem Friedhof mit einer Karte darauf, umgeben von Blumensträußen und anderen Gegenständen, mit Gräbern, Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund, das das Grab eines deutschen Soldaten markiert, der im Zweiten Weltkrieg getötet wurde.

3.000 Menschen gedenken NS-Opfer auf dem Marsch von Bremen nach Sandbostel

Über 3.000 Menschen nahmen im April 2025 an einem viertägigen Gedenkmarsch von Bremen nach Sandbostel teil. Die Veranstaltung ehrte die Opfer der nationalsozialistischen Todesmärsche, die Zwangsarbeiter:innen in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs erleiden mussten. Unter den Teilnehmenden waren Überlebende, Angehörige von Häftlingen sowie Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens.

Der Marsch startete am Mahnmal Bunker Valentin in Bremen-Farge, wo sich fast 1.000 Menschen auf den ersten Abschnitt begaben. Entlang der Route wurden drei neue Gedenkstelen enthüllt, sodass sich ihre Gesamtzahl auf 13 erhöhte. Eine davon wurde auf dem Volkmarster Friedhof eingeweiht, wo der Zeitzeuge Johann Dücker eine zutiefst persönliche Schilderung der Vergangenheit teilte.

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Am Freitag, den 25. April, schloss sich Ministerin Behrens den Marschierenden für einen Teil der Strecke an. Die Veranstaltung umfasste zudem Reden von Marco Prietz und Thomas Ring, begleitet von Musik des Polizeiorchesters Niedersachsen. Bis zum letzten Tag hatten 345 Teilnehmende die gesamte Strecke bis zur Gedenkstätte Sandbostel zurückgelegt, wo eine Abschlusszeremonie den Marsch beendete.

Die Organisator:innen betonten die Bedeutung des Erinnerns an diese Verbrechen. Der Marsch sollte das öffentliche Bewusstsein für die unter dem Nationalsozialismus begangenen Gräueltaten stärken und sicherstellen, dass solches Leid niemals in Vergessenheit gerät.

Der Gedenkmarsch 2025 vereinte Überlebende, Amtsträger:innen und Bürger:innen im gemeinsamen Gedenken. Mit den neu errichteten Stelen entlang des Weges hinterließ die Veranstaltung bleibende Spuren in der Landschaft. Die Teilnahme von über 3.000 Menschen unterstrich das anhaltende Engagement, das Andenken der Opfer zu bewahren.