30.000 Radfahrer fordern bei Berlins Sternfahrt bessere Infrastruktur
Sylvio Thies30.000 Radfahrer fordern bei Berlins Sternfahrt bessere Infrastruktur
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer strömten am Sonntag auf Berlins Straßen, um an der jährlichen Sternfahrt teilzunehmen. Organisiert vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), trafen sich die Teilnehmer am Großen Stern und der Siegessäule. Die Großveranstaltung führte zu vorübergehenden Straßensperrungen, sodass Autofahrer auf Ausweichrouten ausweichen mussten.
Die Sternfahrt ist für den ADFC eine langjährige Tradition – sie dient sowohl als Feier des Radfahrens als auch als Protest für eine bessere Infrastruktur. Seit Jahrzehnten nutzen die Teilnehmenden die Veranstaltung, um sich für sicherere und besser zugängliche Radwege in der Stadt einzusetzen.
Die Radler kamen über etwa 20 verschiedene Routen in die Stadt, wobei sich unterwegs immer mehr dem Zug anschlossen. Offiziell als Demonstration angemeldet, durften die Teilnehmer zeitweise Straßen – darunter auch Abschnitte von Autobahnen – nutzen, die normalerweise dem motorisierten Verkehr vorbehalten sind.
Marlene Alber, Verkehrspolitische Referentin des ADFC Berlin, forderte Verkehrspolitiker auf, die Bedürfnisse von Radfahrern stärker zu berücksichtigen. Sie betonte, dass Radfahren jeden Tag sicher und komfortabel sein müsse – nicht nur bei Veranstaltungen wie der Sternfahrt. Alber verlangte zudem höhere Investitionen und den Ausbau der Radinfrastruktur und warnte vor Kürzungen, die bereits erzielte Fortschritte gefährden könnten.
Die Sternfahrt unterstrich erneut die wachsende Nachfrage nach besseren Radverkehrsbedingungen in Berlin. Mit Tausenden Teilnehmenden stärkte die Veranstaltung die Forderung nach eigenen Radspuren und langfristigen Investitionen. Die vorübergehenden Straßensperrungen erinnerten Autofahrer daran, wie viel Platz Radfahrer auf den Straßen der Stadt benötigen.






