AfD stellt Umweltminister in Niedersachsen zur Rede: Was passiert mit alten Windrad-Fundamenten?
Francesco HeinrichAfD stellt Umweltminister in Niedersachsen zur Rede: Was passiert mit alten Windrad-Fundamenten?
Die AfD-Fraktion in Niedersachsen hat die Demontage ungenutzter Windkraftanlagen in der Region hinterfragt. Im Mittelpunkt ihrer Bedenken steht das Rückbauverfahren, insbesondere die Entscheidung, große Betonfundamente im Boden zu belassen. Die Gruppe fordert nun vom Umweltminister des Landes Aufklärung.
Ingo Kerzel, umweltpolitischer Sprecher der AfD, kritisierte die mangelnde Transparenz bei der Stilllegung der Anlagen. Er argumentiert, dass die bloße Entfernung der oberirdischen Strukturen, während massivere Betonfundamente zurückbleiben, sowohl ökologische als auch praktische Probleme aufwirft.
Die Fraktion hat den Umweltminister Christian Meyer (Grüne) offiziell um eine Erklärung des Rückbauverfahrens gebeten. Dieser Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund von Berichten, wonach ältere Windräder durch weniger, aber leistungsstärkere Modelle ersetzt werden – etwa im Rahmen des Repowering-Projekts von RWE im Land. Bisher gibt es jedoch keine offizielle Stellungnahme dazu, wie mit den verbleibenden Fundamenten umgegangen werden soll oder welche langfristigen Auswirkungen diese haben könnten.
Die Forderung der AfD nach mehr Klarheit kommt zu einer Zeit, in der die Windenergie-Infrastruktur in Niedersachsen im Umbruch ist. Da die Landesregierung bisher keine Position zu den im Boden verbleibenden Fundamenten bezogen hat, bleibt die Debatte über deren Beseitigung – oder deren Unterlassen – vorerst ungelöst. Eine mögliche Antwort des Ministers könnte künftig Klarheit darüber schaffen, wie solche Standorte künftig bewirtschaftet werden.
