Aktivisten besprühen Osnabrücker Heger Tor im Protest gegen Rheinmetall-Pläne
Dora CichoriusAktivisten besprühen Osnabrücker Heger Tor im Protest gegen Rheinmetall-Pläne
Protest gegen Rüstung am Kriegerdenkmal
Aktivisten weihen Osnabrücker Kriegsmahnmal „Heger Tor“ um – Demonstration gegen geplanten Rheinmetall-Standort
1. Dezember 2025, 10:06 Uhr
Ein historisches Kriegerdenkmal in Osnabrück ist von Aktivisten umgewidmet worden, die damit gegen den Rüstungskonzern Rheinmetall protestieren. Das Heger Tor wurde mit politischen Parolen besprüht, woraufhin die Stadt Strafanzeige erstattete. Die Behörden stufen den Vorfall wegen des verdächtigten politischen Hintergrunds als besonders schwerwiegend ein.
Organisiert wurde die Aktion vom Aktionsbündnis „Rheinmetall entwaffnen“, das sich 2016 gründete. Unter dem Kampagnenmotto Rausmetall – einem mobilisierenden Slogan, nicht einer offiziellen Organisation – veränderten die Aktivisten die Inschrift des Denkmals. Die Graffiti bezogen sich dabei auf die Forderung von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, Deutschland müsse bis 2029 „kriegsbereit“ sein.
Die Osnabrücker Stadtverwaltung verurteilte die Tat scharf und geht von einer schweren Straftat aus. Die Wiederherstellung des Denkmals wird die durch den Vandalismus entstandenen Kosten weiter in die Höhe treiben. Unterdessen fordern die Aktivisten weiterhin Abrüstung und ein Ende der Rüstungsproduktion.
