21 January 2026, 12:56

American Bully XL „Sam“: Wurde der Hund zum Retter oder zum Täter stilisiert?

Eine Zeichnung von zwei Windhunden mit Halsbändern auf einem Blatt Papier, mit Zahlen und Text unten und einem Farbkasten rechts.

33-Jähriger von eigenem Hund getötet - Online-Petition - American Bully XL „Sam“: Wurde der Hund zum Retter oder zum Täter stilisiert?

Amerikanischer Bully XL in Lohne: Hund steht nach Tod seines Besitzers im Mittelpunkt einer Debatte

Ein American Bully XL aus Lohne (Niedersachsen) ist zum Zentrum einer juristischen und öffentlichen Diskussion geworden, nachdem sein Besitzer tot mit schweren Verletzungen aufgefunden wurde. Das Tier wurde von der Polizei beschlagnahmt und wartet nun auf eine Verhaltenstestung, die über sein weiteres Schicksal entscheiden soll. Unterdessen hat eine Online-Petition mit dem Titel „Für Sam“ bereits über 36.500 Unterschriften gesammelt – mit der Frage, ob der Hund für den Tod des Mannes verantwortlich ist oder ob er versucht haben könnte, ihn zu reanimieren.

Der Vorfall ereignete sich, als ein 53-jähriger Mann leblos in einem Graben bei Lohne entdeckt wurde – mit schweren Gesichtsverletzungen. Sein American Bully XL, der in der Petition später „Sam“ genannt wurde, saß neben ihm. Die Polizei bestätigte, dass die Wunden auf einen gewaltsamen Kampf mit dem Hund hindeuteten, woraufhin das Tier gemäß den deutschen Regelungen für gefährliche Hunde sofort sichergestellt wurde.

Der Hund wurde in ein Tierheim gebracht, wo er bis zur anstehenden Verhaltensbeurteilung bleibt. Diese Untersuchung soll klären, ob Sam in ein neues Zuhause vermittelt, in eine spezialisierte Betreuung gegeben oder eingeschläfert werden muss. Während sich die Details verbreiteten, gewann die Petition „Für Sam“ an Fahrt: Die Unterzeichner argumentieren, die Verletzungen könnten durch einen Sturz des Mannes entstanden sein, während der Hund versucht habe, ihn aufzuwecken – nicht durch einen Angriff. Die Unterstützer fordern eine gründliche und neutrale Prüfung, bevor eine Entscheidung fällt. Allerdings ist unklar, wer die Petition ins Leben gerufen hat; eine Verbindung der Initiatoren zum Fall konnte bisher nicht bestätigt werden.

Die Entscheidung über Sams Schicksal hängt nun von der anstehenden Begutachtung ab. Wird er als Gefahr eingestuft, droht ihm nach deutschem Recht die Euthanasie. Falls er als unproblematisch gilt, könnte er freigegeben und in ein neues Zuhause oder eine Fachpflege vermittelt werden.

Der Fall hat eine breite Debatte über Hundeverhalten, rechtliche Bewertungen und die Umstände des Todes ausgelöst. Mit tausenden Unterschriften wächst der Druck auf eine transparente Aufklärung. Die finale Entscheidung über Sams Zukunft wird in den kommenden Wochen nach Vorlage des offiziellen Verhaltensgutachtens erwartet.

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