Anne Spiegel: Demokratie-Training für die Verlierer
Anne Spiegel übernimmt als neue Sozialdezernentin der Region Hannover. In ihrer neuen Position verwaltet sie ein Budget von zwei Milliarden Euro und führt ein Team von 1.000 Mitarbeitenden. Ihr monatliches Gehalt in dieser Funktion beträgt 11.650 Euro.
Spiegels Ernennung erfolgte nach einem Bewerbungsverfahren mit 46 Kandidaten. Eine Parteikollegin aus den Grünen hatte sie vorgeschlagen, allerdings gibt es keine offizielle Bestätigung einer Empfehlung.
In ihrer Antrittsrede betonte sie die Kontinuität der Politik ihres Vorgängers. Beobachter merkten an, dass ihre Ausführungen eher allgemein blieben und konkrete Pläne vermissen ließen.
Ihre bisherige Krisenbewältigung stand bereits in der Kritik, insbesondere während der Flutkatastrophe im Ahrtal. Akten zufolge wies sie ihr Pressteam an, eine Stellungnahme sprachlich anzupassen, um den Begriff „Campingplatzbetreiber“ geschlechtergerecht zu formulieren. Zudem schickte sie ihrem Sprecher eine Nachricht, in der sie auf die Betonung frühzeitiger Warnungen und Transparenz drängte. Unklar bleibt jedoch ihr Handeln in der Katastrophennacht selbst. Kurz nach den Überschwemmungen trat sie einen vierwöchigen Urlaub an.
Als Sozialdezernentin trägt Spiegel nun Verantwortung für ein zentrales Regionalressort – mit erheblichen öffentlichen Mitteln und einer großen Belegschaft. Ihre Amtsführung wird besonders vor dem Hintergrund früherer Kontroversen um ihr Krisenmanagement genau beobachtet werden.
