Apotheker streiken bundesweit am 23. März für faire Löhne und Gerechtigkeit
Leila BlochApotheker streiken bundesweit am 23. März für faire Löhne und Gerechtigkeit
Apotheker in ganz Deutschland bereiten landesweite Proteste für den 23. März vor. Sie werden ihre Apotheken schließen und Kundgebungen abhalten, um höhere Löhne zu fordern. Dr. Christian Fehske, Apothekenbesitzer aus Hagen, hat sich wiederholt über die Lohnungleichheit zwischen Mitarbeitern der Krankenkassen und Apothekenangestellten geäußert.
Fehske, der die Rathaus-Apotheke in Hagen leitet, hatte kürzlich beim GKV-Spitzenverband, dem Dachverband der gesetzlichen Krankenkassen, um Erlaubnis gebeten, ein Foto für Protestplakate nutzen zu dürfen. Der Verband lehnte seinen Antrag ab und ignorierte seine Fragen zu den Tarifverhandlungen für AOK-Mitarbeiter.
Er wies auf eklatante Lohnunterschiede hin: Ein Hausmeister bei der AOK Niedersachsen verdient demnach mehr als eine Pharmazeutisch-technische Assistentin mit 15 Jahren Berufserfahrung in der höchsten Gehaltsstufe. Fehske schätzt zudem, dass eine siebenprozentige Lohnerhöhung für AOK-Beschäftigte die Kassen jährlich rund 250 Millionen Euro kosten könnte. Seine Kritik richtet sich auch gegen die ausbleibenden Lohnanpassungen für Apothekenmitarbeiter, die seiner Meinung nach den Fachkräftemangel verschärfen.
Die Proteste richten sich nicht gegen die CDU oder Gesundheitsministerin Nina Warken, sondern zielen auf die Krankenkassen und deren Lohnpolitik ab. Während die durchschnittlichen Löhne in Deutschland Anfang 2024 um 6,4 Prozent und später im Jahr um 4,9 Prozent stiegen, gibt es für die Jahre 2020 bis 2024 keine spezifischen Daten zu den Gehältern von Krankenkassenmitarbeitern.
Am 23. März werden Apotheken geschlossen bleiben, und in mehreren Städten finden zentrale Kundgebungen statt. Fehskes Kritik konzentriert sich auf die Lohnungerechtigkeit und die finanziellen Folgen von Gehaltserhöhungen für die Versicherer. Die Proteste sollen fairere Bezahlung im Apothekensektor durchsetzen.






