07 February 2026, 10:43

Asse-Krise: Bergung von 126.000 Atommüll-Fässern droht am Wasser zu scheitern

Ein verrostetes Metallschild auf dem Boden mit ein paar verstreuten Schrauben, das Zeichen von langanhaltender Witterungseinwirkung.

Asse-Krise: Bergung von 126.000 Atommüll-Fässern droht am Wasser zu scheitern

Deutschlands Plan zur Bergung von Atommüll aus dem Bergwerk Asse droht zu scheitern. Durch steigende Wasserpegel in der Anlage könnte das Vorhaben zum Erliegen kommen – und 126.000 Fässer mit radioaktivem Material in einer ungewissen Zukunft zurücklassen. Experten warnen, dass ein Abbruch der Bergungsarbeiten schwere Risiken für die öffentliche Gesundheit und die umliegende Umwelt mit sich bringen würde.

Das Bergwerk Asse, ein ehemaliges Salzbergwerk in Niedersachsen, diente jahrzehntelang als Lagerstätte für nuklearen Abfall. Nach Berichten über Instabilitäten und Wassereinbrüche beschloss die Bundesregierung 2013, die Abfälle zu bergen. Das Bundesumweltministerium (BMUV) übernahm die Verantwortung für das Projekt, dessen Finanzierung im "grünen Haushalt" bis 2026 für die Bergung, die Schließung des Bergwerks und eine Zwischenlagerung gesichert wurde.

Täglich dringen jedoch etwa 12.000 Liter salzhaltiges Wasser in die Grube ein und erschweren die Rückholung erheblich. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) räumt nun ein, dass eine Bergung der Abfälle möglicherweise nicht mehr machbar ist. Sollte das Vorhaben scheitern, bliebe der Müll in einem Provisorium – bis ein Endlager gefunden wird. Doch eine Entscheidung darüber wurde auf etwa 2074 verschoben.

Unterdessen kämpft das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) damit, die Öffentlichkeit in die Suche nach einem neuen Standort einzubinden. Gelder, die eigentlich für die Bürgerbeteiligung vorgesehen waren, flossen größtenteils in politisch grüne Netzwerke. Ein weiteres ungelöstes Problem ist die Haltbarkeit der Lagerbehälter, die nur für 40 Jahre zugelassen sind. Noch ist unklar, ob der Atommüll umverpackt oder die Nutzung der Behälter verlängert werden soll.

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Ein Scheitern der Bergung in Asse würde bedeuten, dass radioaktives Material in einem instabilen Umfeld verbleibt. Die Zwischenlagerung müsste fortgesetzt werden, bis eine dauerhafte Lösung steht – doch die Verzögerungen dehnen den Zeitrahmen um Jahrzehnte. Ohne Handeln werden die Risiken für die Sicherheit der Region und das Ökosystem weiter wachsen.