02 January 2026, 16:52

Ausbildungsmarkt in Südniedersachsen: Weniger Plätze, mehr unversorgte Bewerber als je zuvor

Ein Zug fährt aus einem Tunnel mit Gebäuden im Hintergrund.

Ausbildungsmarkt in Südniedersachsen: Weniger Plätze, mehr unversorgte Bewerber als je zuvor

Die Zahl der Ausbildungsplätze in Südniedersachsen ist in diesem Jahr erneut gesunken. Wie aktuelle Zahlen zeigen, gingen die gemeldeten Stellen um 16,4 Prozent zurück – es bleiben noch 2.565 freie Ausbildungsplätze. Trotz des Rückgangs bieten Unternehmen jedoch weiterhin mehr Lehrstellen an, als es Bewerber gibt.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover verzeichnete 1.414 neue Ausbildungsverträge in ihren anerkannten Berufen. Das entspricht einem Rückgang um 96 Verträge oder 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen hingegen meldete einen leichten Anstieg bei den abgeschlossenen Verträgen für den Ausbildungsjahrgang 2025/26.

Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen investieren Unternehmen weiterhin in die berufliche Ausbildung. Dennoch bleibt es schwierig, Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen: In einigen Branchen herrscht ein harter Konkurrenzkampf um die Plätze, während andere Mühe haben, überhaupt Interesse zu wecken.

Gleichzeitig entdecken immer mehr junge Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte die duale Ausbildung für sich. Berufsorientierung und klare Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten erweisen sich dabei als entscheidend, um den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern.

Die Agentur für Arbeit Göttingen unterstützt aktiv unversorgte Bewerber. Im letzten Beratungszeitraum blieben 262 junge Menschen ohne Ausbildungsplatz – ein Anstieg um 46,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Agentur hilft ihnen weiterhin, eine Lehrstelle oder ein vorbereitendes Qualifizierungsprogramm zu finden.

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Insgesamt gab es im Beratungsjahr 2024/25 mehr Ausbildungsangebote als Bewerber. Doch da die Zahl der unversorgten Jugendlichen stark gestiegen ist, bleibt die Schließung der Lücke zwischen Ausbildungsplätzen und jungen Arbeitssuchenden eine Priorität. Unternehmen und Behörden arbeiten daran, die berufliche Ausbildung trotz wirtschaftlicher Belastungen zugänglich zu halten.