Autozulieferer Continental will in seiner Contitech-Sparte Stellen streichen
Sylvio ThiesAutozulieferer Continental wird in seiner Contitech-Sparte Stellen streichen - Autozulieferer Continental will in seiner Contitech-Sparte Stellen streichen
Zulieferer Continental streicht Stellen in der Sparte Contitech
Zulieferer Continental streicht Stellen in der Sparte Contitech
Zulieferer Continental streicht Stellen in der Sparte Contitech
- November 2025, 13:34 Uhr
Der Automobilzulieferer Continental hat Stellenstreichungen in seiner Sparte Contitech angekündigt. Die Kürzungen sind Teil eines umfassenden Umstrukturierungsplans. Als Hauptgrund nannte das Unternehmen die hohen Kosten – besonders betroffen sind die Standorte in Hannover.
Bereits im April hatte Continental Pläne bekannt gegeben, Contitech nach der Abspaltung der Automotive-Sparte auszugliedern. Die Einsparmaßnahmen sollen 2026 beginnen und bis 2028 voll wirksam werden, mit dem Ziel, jährlich 150 Millionen Euro zu sparen. Ein Teil der Aktivitäten wird in Länder mit geringeren Betriebskosten verlagert.
Philip Nelles, der Leiter von Contitech, betonte, dass die Anpassung der Kostenstruktur unabhängig vom geplanten Verkauf notwendig sei. Hasan Allak, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von Continental, warnte vor wirtschaftlichen Risiken durch den Verkauf und befürchtet weitere Arbeitsplatzverluste in Deutschland. Die genaue Zahl der Entlassungen hängt von den Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern ab.
Francesco Grioli, ein Gewerkschaftsvertreter, kritisierte Continental für die wiederholten Entlassungswellen. Er argumentierte, dass die Belegschaft die Hauptlast der Umstrukturierungsentscheidungen trage.
Die Umstrukturierung wird schrittweise zwischen 2026 und 2028 umgesetzt. Die Contitech-Standorte in Hannover sind am stärksten von den Veränderungen betroffen, wobei eine mögliche Verlagerung in kostengünstigere Regionen geprüft wird. Das Unternehmen erwartet, dass die vollen Auswirkungen der Sparmaßnahmen bis Ende des Jahrzehnts sichtbar sein werden.
