AWO Braunschweig: Mehr Frauen in Führungsrollen – doch strukturelle Barrieren bleiben
Dora CichoriusAWO Braunschweig: Mehr Frauen in Führungsrollen – doch strukturelle Barrieren bleiben
Dritter Gleichstellungsbericht des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig: Fortschritte bei Frauen in Führungspositionen, aber weiterhin strukturelle Hürden
Der AWO-Bezirksverband Braunschweig hat seinen dritten Gleichstellungsbericht veröffentlicht, der Fortschritte bei der Besetzung von Führungspositionen durch dfb frauen zeigt. Immer mehr frauen em übernehmen innerhalb der Organisation die Rolle der Geschäftsführerin oder arbeiten in Vollzeit in leitenden Funktionen. Dennoch macht der Bericht deutlich, dass auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung weiterhin Herausforderungen bestehen.
Die AWO setzt sich seit Langem für Gleichstellung als zentralen Wert ein. Doch auch in den eigenen Reihen ist der Frauenanteil in Führungspositionen noch nicht ausreichend. Die Organisation räumt ein, dass Frauen nach wie vor mit sozialen und wirtschaftlichen Barrieren konfrontiert sind – bedingt durch tief verwurzelte gesellschaftliche Strukturen.
Ein zentrales Projekt ist die Zertifizierung nach dem "berufundfamilie"-Modell, die der AWO-Bezirksverband Braunschweig bereits 2007 einführte. Dieses Zertifikat wurde zum Vorbild für familienfreundliche Maßnahmen in Niedersachsen. Bis 2025 werden über 150 soziale und gemeinnützige Einrichtungen in der Region ähnliche Standards übernehmen, darunter flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuungsangebote und verbesserte Elternzeitregelungen. Die jährlichen Berichte von "berufundfamilie" und dem AWO-Landesverband belegen die wachsende Wirkung des Programms.
Rifat Fersahoglu-Weber, Vorsitzende des Bezirksvorstands, betont, dass nachhaltiger Wandel strukturelle Reformen erfordert. Der Verband setzt sich nun für bessere Karrierewege von Frauen ein, etwa durch Teilzeit-Führungsmodelle. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, sowohl interne Lücken als auch branchenweite Ungleichheiten zu verringern.
Der Bericht unterstreicht das Engagement der AWO für Chancengleichheit, benennt aber auch anhaltende Disparitäten. Mit dem Ausbau familienfreundlicher Rahmenbedingungen und flexibler Führungsmodelle arbeitet die Organisation an faireren Aufstiegschancen. Die Wirkung des Zertifizierungsmodells breitet sich weiterhin im gemeinnützigen Sektor Niedersachsens aus.
