19 April 2026, 20:18

Bayerische Metallbranche kämpft mit dramatischem Ausbildungs-Einbruch von 11 Prozent

Altes Buch mit einer detaillierten Karte von Bayern auf dem Cover vor einem schwarzen Hintergrund.

Bayerische Metallbranche kämpft mit dramatischem Ausbildungs-Einbruch von 11 Prozent

Bayerische Metall- und Elektroindustrie verzeichnet drastischen Rückgang bei Ausbildungsverträgen

Im vergangenen Jahr brach die Zahl der neuen Ausbildungsverträge in Bayerns Metall- und Elektroindustrie stark ein. Die Neuabschlüsse gingen um fast 11 Prozent auf knapp 14.000 zurück – ein Rückgang, der den allgemeinen Trend in der Region bei Weitem übertrifft.

Besonders betroffen war die Metall- und Elektrobranche: Während die Ausbildungszahlen in Bayern insgesamt bis zum 30. September nur um 1,1 Prozent auf rund 85.000 sanken, verzeichnete das Handwerk lediglich einen leichten Rückgang. Große Unternehmen des Sektors – darunter Siemens, BMW, Audi, MAN, Schaeffler, Airbus, MTU und Fendt – hatten mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen.

Fast die Hälfte der Betriebe (48,1 Prozent) klagte über zu wenige Bewerbungen, ein ähnlich hoher Anteil (49,4 Prozent) bemängelte mangelnde Qualifikationen der Kandidaten. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Bayme und vbm, wies Vorwürfe zurück, Unternehmen würden sich ihrer Ausbildungsverantwortung entziehen. Stattdessen nannte er die wirtschaftliche Schwächephase und demografische Veränderungen als Hauptgründe für den Rückgang.

Zudem kritisierte Brossardt die hohen Standortkosten in Deutschland und forderte die Bundesregierung auf, geplante Reformen zügig umzusetzen. Die Verbände rechnen für das laufende Jahr mit einem weiteren Rückgang der Ausbildungsplätze um acht Prozent.

Die Metall- und Elektroindustrie verzeichnet damit deutlich stärkere Einbrüche als andere Branchen. Angesichts anhaltender wirtschaftlicher und demografischer Belastungen wird mit weiteren Rückgängen gerechnet. Die Arbeitgeber drängen auf politische Maßnahmen, um den Trend umzukehren.

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