Bayern siegt 3:0 im DFB-Pokal – doch Pyrotechnik überschattet das Finale
Francesco HeinrichBayern siegt 3:0 im DFB-Pokal – doch Pyrotechnik überschattet das Finale
FC Bayern München sichert sich mit 3:0 den DFB-Pokal 2023 gegen den VfB Stuttgart
Das Finale um den DFB-Pokal 2023 endete mit einem klaren 3:0-Sieg des FC Bayern München gegen den VfB Stuttgart. Die am 23. Mai ausgetragene Partie wurde jedoch von wiederholten Pyrotechnik-Vorfällen seitens beider Fangruppen überschattet. Die Zwischenfälle führten zu einer vorübergehenden Spielunterbrechung und entfachten eine breite Debatte über die Stadionsecurity.
Das Spiel musste für mehrere Minuten pausiert werden, nachdem Fans im Inneren der Arena Pyrotechnik gezündet hatten. Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, äußerte im Nachhinein, er hätte unter diesen Umständen einen Spielabbruch bevorzugt. Er zeigte sich überrascht, dass Schiedsrichter Sven Jablonski die Begegnung trotz der Verstöße fortsetzen ließ.
Reul fordert seitdem schärfere Kontrollen, um das bestehende Verbot von Pyrotechnik in Fußballstadien durchzusetzen. Das Thema war bereits auf der Innenministerkonferenz in Bremen im Dezember 2022 diskutiert worden, wo Stadiongewalt und Fanproteste im Mittelpunkt standen. Damals wurden jedoch keine konkreten Beschlüsse zu Maßnahmen wie personalisierten Tickets, Identitätskontrollen, Gesichtserkennung oder KI-Überwachung gefasst.
Auch im Entwurf für die anstehende Konferenz in Hamburg fehlen bisher konkrete Schritte zur Verbesserung der Stadionsecurity. Dennoch hat der Vorfall beim DFB-Pokal-Finale die Diskussion erneut in den Fokus gerückt.
Während der FC Bayern München am Ende den Pokal in die Höhe halten konnte, dominierte die Nutzung von Pyrotechnik die Nachspielanalysen. Die Verantwortlichen stehen nun unter Druck, die Lücken in den Sicherheitskonzepten zu schließen. Die Innenministerkonferenz wird sich mit neuer Dringlichkeit der Thematik annehmen müssen.






