Berlin ehrt Margot Friedländer und diskutiert Maikrawalle im Abgeordnetenhaus
Sylvio ThiesBerlin ehrt Margot Friedländer und diskutiert Maikrawalle im Abgeordnetenhaus
Berlin ehrt die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit einer Feierstunde im Plenarsaal. Zudem wird der Platz vor dem Abgeordnetenhaus künftig ihren Namen tragen. Unterdessen befassen sich die Abgeordneten mit den Ausschreitungen während der Maifeierlichkeiten Anfang dieser Woche.
Bei der Veranstaltung für Friedländer wird der regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) eine Würdigung halten. Im Anschluss wird die neue Namensplatte für den Margot-Friedländer-Platz offiziell enthüllt.
Die Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus beginnt um 11:00 Uhr – eine Stunde später als üblich. In der Debatte geht es um die Vorfälle vom 1. Mai.
Während die meisten Maiveranstaltungen friedlich verliefen, leitete die Polizei etwa 120 Ermittlungsverfahren ein. Zu den mutmaßlichen Straftaten zählten Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Beleidigungen und sexuelle Belästigung. Mehrere Dutzend Personen wurden vorläufig in Zusammenhang mit den Vorfällen festgenommen.
Im Abgeordnetenhaus steht die Aufarbeitung der Maikrawalle im Mittelpunkt, darunter die begangenen Straftaten und Festnahmen. Die Ehrung für Margot Friedländer findet wie geplant statt und besiegelt die Umbenennung des Platzes in ihrem Namen.






