Berliner Bündnis fordert radikale Schulreformen für mehr Gerechtigkeit und Inklusion
Francesco HeinrichBerliner Bündnis fordert radikale Schulreformen für mehr Gerechtigkeit und Inklusion
Breites Bündnis für Bildungsreformen in Berlin fordert grundlegende Veränderungen an Schulen
Ein breites Bündnis aus Bildungsinitiativen in Berlin drängt auf tiefgreifende Reformen im Schulsystem der Hauptstadt. Die Allianz „Gute Schulen für alle“ fordert mehr Demokratie, Inklusion und Chancengerechtigkeit im Bildungssystem. Der Aufruf kommt zu einer Zeit, in der die psychische Gesundheit von Schüler:innen und ungleiche Bildungschancen zunehmend Sorgen bereiten.
An der Kampagne beteiligen sich Organisationen wie der Landesschüler:innenausschuss (LSA), der Landeselternausschuss, das Bündnis für Inklusion sowie Initiativen wie „Schule muss anders“ und „Macht Bildung laut“. Gemeinsam wollen sie strukturelle Missstände im Berliner Bildungssystem angehen.
Am Donnerstag wird Jennifer Rosin, Landesschüler:innenvertreterin Berlins, zentrale Forderungen für demokratischere Schulen vorstellen. Sie kritisiert die aktuelle Situation, in der Schüler:innen mit wachsenden psychischen Belastungen, Krankheiten und Einsamkeit kämpfen. Rosin betont, dass diese Herausforderungen nicht länger ignoriert werden dürfen.
Janine Schott vom Berliner Bündnis für schulische Inklusion weist auf ein weiteres drängendes Problem hin: Rund 2.800 Kinder in der Stadt haben noch immer keinen angemessenen Zugang zu Bildung. Gleichzeitig unterstützt Jennifer Roßberg vom Landeselternausschuss die Forderungen der Schüler:innen und fordert klarere Regeln sowie mehr Fairness bei Schulübergängen.
Lydia Puschnerus, Vorsitzende des Schulbereichs bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin, ergänzt, dass Lehrkräfte mehr Zeit und Ressourcen benötigen, um qualitativ hochwertigen Unterricht zu gewährleisten. Das Bündnis untermauert seine Vorschläge mit einer detaillierten Liste von Maßnahmen, die auf mehr Gerechtigkeit, Inklusion und demokratische Teilhabe in Schulen abzielen. Ihre Botschaft ist klar: Schulen spielen eine zentrale Rolle dabei, das Vertrauen junger Menschen in die Demokratie zu stärken.
Die Forderungen des Bündnisses zielen auf konkrete Veränderungen ab, um Schüler:innen, Lehrkräfte und Familien besser zu unterstützen. Die Vorschläge adressieren langjährige Defizite in den Bereichen Inklusion, psychologische Betreuung und demokratische Mitbestimmung. Als nächsten Schritt wollen die Initiator:innen ihre Pläne Politik und Öffentlichkeit vorstellen.






