Betrüger erpressen Besitzer von Balkon-Solaranlagen mit gefälschten Bußgeldbescheiden
Dora CichoriusBetrüger erpressen Besitzer von Balkon-Solaranlagen mit gefälschten Bußgeldbescheiden
Besitzer von Mini-Solaranlagen auf dem Balkon erhalten betrügerische Schreiben mit Forderungsbescheiden
Betrüger verschicken derzeit gefälschte Briefe an Besitzer kleiner „Balkon-Solaranlagen“ und verlangen unter Androhung von Strafen die Zahlung von Bußgeldern. Die gefälschten Schreiben geben vor, vom Bundesnetzagentur zu stammen. Empfänger werden darin aufgefordert, innerhalb von 14 Tagen zu zahlen – andernfalls drohten ihnen höhere Sanktionen.
In den betrügerischen Schreiben wird den Hausbesitzern vorgeworfen, ihre Photovoltaik(PV)-Anlagen nicht im Marktstammdatenregister angemeldet zu haben. Gefordert wird ein „Bußgeld“ in Höhe von 41,60 Euro, bei Nichtzahlung drohe eine „volle Strafe“ von 208 Euro. Zudem werden die Empfänger angewiesen, unverzüglich einen jährlichen EEG-Bericht (Erneuerbare-Energien-Gesetz) einzureichen.
Die Bundesnetzagentur hat bestätigt, dass es sich um Fälschungen handelt. Die im Schreiben angegebene Absenderadresse und Telefonnummern stimmen nicht mit den offiziellen Kontaktdaten der Behörde überein. Zwar können tatsächlich Bußgelder fällig werden, wenn eine Balkon-Solaranlage nicht registriert wird – doch die Betrüger nutzen diese Pflicht gezielt aus, um Menschen zu täuschen.
Die Behörden raten allen, die solch einen Brief erhalten, die Zahlungsaufforderung ignorieren und stattdessen Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Die Bundesnetzagentur weist zudem darauf hin, dass die echte Anmeldung einer Balkon-Solaranlage innerhalb eines Monats nach der Installation erfolgen muss.
Die Bundesnetzagentur betont, dass diese Schreiben nicht von ihr stammen. Empfänger sollten verdächtige Post vor einer Reaktion sorgfältig prüfen. Durch die Meldung solcher Betrugsversuche können weitere Täuschungsmanöver gegen Besitzer von Solaranlagen verhindert werden.






