16 December 2025, 02:09

Braunschweig diskutiert feste E-Scooter-Parkplätze für mehr Sicherheit sehbehinderter Menschen

Ein Roller ist auf der Straße mit einigen Personen im Hintergrund, eine Ampel im Vordergrund und Gebäude mit Bäumen in der Ferne.

Braunschweig diskutiert feste E-Scooter-Parkplätze für mehr Sicherheit sehbehinderter Menschen

Forderung nach festen E-Scooter-Parkplätzen für die gesamte Stadt Braunschweig

Teaser: Die CDU-Fraktion hat einen entsprechenden Antrag eingereicht. Die Sicherheit von blinden und sehbehinderten Menschen soll verbessert werden.

21. November 2025, 19:15 Uhr

Zwei neue Vorschläge sollen Braunschweig für blinde und sehbehinderte Bürgerinnen und Bürger sicherer machen. Die CDU-Fraktion hat Anträge zur besseren Kennzeichnung von Hindernissen und zur Regelung der E-Scooter-Parkplätze eingebracht. Die Initiativen folgen auf einen Stadtrundgang, bei dem verborgene Gefahren für Menschen mit Sehbehinderung aufgezeigt wurden.

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Anlässlich des Tags des weißen Stocks führte der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen (BVN) eine Begehung durch Braunschweig durch. Dabei wurden Risiken identifiziert, die sehende Menschen oft übersehen – etwa unmarkierte Poller, ungünstig platzierte Fahrradständer oder unebene Stufen. Wie der CDU-Sprecher Maximilian Pohler später betonte, stellen unkenntlich gemachte Hindernisse und falsch abgestellte E-Scooter ein echtes Verletzungsrisiko dar.

In einem ersten Antrag fordert die CDU deutlichere Markierungen von Hindernissen in der Innenstadt. Die Verwaltung soll gemeinsam mit dem BVN Lösungen erarbeiten, die die Sichtbarkeit verbessern, ohne das Stadtbild zu beeinträchtigen. Ein zweiter Antrag zielt auf die flächendeckende Einführung eines stationsbasierten Parksystems für E-Scooter im gesamten Stadtgebiet ab.

Die Partei betont, dass durch die neuen E-Scooter-Zonen keine bestehenden Parkplätze verloren gehen dürfen. Zudem sollen die aktuellen Abstellflächen in der Innenstadt überprüft werden. Die lokalen Bestrebungen folgen auf eine Aktualisierung der E-Scooter-Regeln durch die Bundesregierung Anfang Oktober, die den Kommunen ab kommendem Jahr mehr Spielraum bei der Festlegung von Parkzonen einräumt. Braunschweig hat jedoch noch keine konkreten Pläne oder Zeiträume für weitergehende Änderungen bekannt gegeben.

Die Anträge konzentrieren sich auf praktische Maßnahmen zur Risikominderung für sehbehinderte Menschen. Bei einer Annahme würden die Vorhaben besser gekennzeichnete Hindernisse und strengere Regeln für das Abstellen von E-Scootern einführen. Wann und wie die Vorschläge umgesetzt werden, steht laut Stadtverwaltung noch nicht fest.