Braunschweig plant bis 2040 die klimaneutrale Wärmewende mit Fernwärme und Wärmepumpen
Sylvio ThiesBraunschweig plant bis 2040 die klimaneutrale Wärmewende mit Fernwärme und Wärmepumpen
Braunschweig macht großen Schritt in Richtung klimaneutrale Wärmeversorgung
Die Stadt Braunschweig hat mit der Verabschiedung eines Entwurfs für die kommunale Wärmeplanung (KWP) einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung gesetzt. Bis 2040 will die Stadt ihre Wärmeversorgung vollständig dekabonisieren – durch den Ausbau der Fernwärme ebenso wie durch individuelle Lösungen wie Wärmepumpen. Ein neu eingerichteter Wärmebeirat soll zudem die sozialen Auswirkungen dieser Transformation begleiten.
Der Ausschuss für Umwelt und Grünflächen hat den KWP gebilligt, der 18 konkrete Maßnahmen für die Wärmewende vorsieht. Dazu gehören eine Informationskampagne zu Wärmepumpen sowie Studien zu lokalen erneuerbaren Energiequellen. Der Plan unterteilt Braunschweig in 177 Teilgebiete, die jeweils auf ihr Potenzial für Fernwärme oder dezentrale Lösungen hin untersucht werden.
In Pilotzonen wird die Machbarkeit des Fernwärmeausbaus getestet, erste Ergebnisse werden bis Juni 2028 erwartet. Zwar setzt die Stadt auf den Ausbau der zentralen Wärmeinfrastruktur, doch soll dieser nicht die einzige Lösung bleiben. Stattdessen werden klimaneutrale Alternativen – etwa hoch effiziente Wärmepumpen – eine Schlüsselrolle spielen, um sowohl große Netze als auch Einzelgebäude zu dekabonisieren.
Der KWP gibt auch Hausbesitzern und Wohneigentümervereinen klare Orientierung für die Umstellung. Braunschweig positioniert sich damit als Vorreiter bei der energetischen Sanierung von Städten und dem Netzausbau, um die flächendeckende Einführung von Wärmepumpen zu ermöglichen.
Mit dem beschlossenen Plan steuert Braunschweig auf eine vollständig klimaneutrale Wärmeversorgung innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte zu. Die Kombination aus Fernwärmeausbau, lokalen Erneuerbaren und Wärmepumpen wird den Weg der Stadt prägen. Haushalte und Unternehmen haben nun eine Roadmap, an der sie sich während des Umstellungsprozesses orientieren können.






