Braunschweig wird ziviles Bundeswehr-Verwaltungszentrum ohne Kasernen
Francesco HeinrichBraunschweig wird ziviles Bundeswehr-Verwaltungszentrum ohne Kasernen
Braunschweig wird bald wieder Standort der Bundeswehr sein – allerdings nicht als Kaserne oder Garnison. Die Stadt wurde für ein neues ziviles Verwaltungszentrum ausgewählt, das Teil des ausgebauten freiwilligen Wehrdienstes in Deutschland ist. Rund 50 zivile Stellen sollen in angemieteten Büroräumen entstehen – nicht in Kasernen oder militärischen Einrichtungen.
Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der die Bundeswehr ihre Rekrutierungsbemühungen im Rahmen des neuen Freiwilligendienst-Modells ausweitet. Braunschweig wurde aufgrund seiner dichten Bevölkerung und des großen Potenzials an Bewerbern ausgewählt. Anders als bei früheren Militärstandorten wird es hier jedoch vorrangig um administrative Aufgaben gehen, nicht um die Unterbringung oder Ausbildung von Truppen.
Alle neuen Wehrersatzdienststellen müssen bis 2027 betriebsbereit sein, einige sollen bereits in diesem Jahr ihre Arbeit aufnehmen. Das alte Wehrbezirkskommandos am Grünewaldstraße wird dafür jedoch voraussichtlich nicht wiedereröffnet. Stattdessen wird die Bundeswehr Büroräume für ihr ziviles Personal anmieten.
Offizielle Stellen betonten, dass Braunschweig keine Garnisonsstadt mehr werden solle. Die geplanten Positionen seien rein verwaltungstechnischer Natur und dienten der Unterstützung bei der Rekrutierung und Dienstkoordination.
Damit kehrt die Bundeswehr in begrenztem Umfang nach Braunschweig zurück. Die 50 zivilen Mitarbeiter werden sich um Anwerbung und Verwaltungsaufgaben kümmern – ohne Kasernen oder Truppeneinsätze. Der Betrieb soll schrittweise aufgenommen werden, passend zum bundesweiten Ausbau der neuen Wehrersatzdienststellen.






