Braunschweiger GRÜNE scheitern mit Sicherheitszone gegen Silvester-Feuerwerk
Leila BlochBraunschweiger GRÜNE scheitern mit Sicherheitszone gegen Silvester-Feuerwerk
Eintracht Braunschweiger GRÜNE fordern Sicherheitszone für Braunschweiger Innenstadt zu Silvester
Teaser: Die Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollte den Umgang mit privatem Feuerwerk regeln und durch eine Sicherheitszone um die innere Okerwiese Risiken verringern.
4. Dezember 2025, 09:15 Uhr
Ein Antrag der Braunschweiger GRÜNEN zur Einrichtung einer Sicherheitszone um die Innere Okerwiese an Silvester ist gescheitert. Der Verwaltungsausschuss lehnte den Vorstoß ab, sodass er nicht einmal im Stadtrat debattiert wurde. Die GRÜNEN hatten die Maßnahme vorgeschlagen, um die öffentliche Sicherheit zu erhöhen und die Belastung für Rettungskräfte zu verringern.
Das abgelehnte Konzept sah strengere Regeln für privates Feuerwerk, eine verstärkte behördliche Kontrolle sowie eine klarere Kommunikation der Vorschriften vor. Laut den GRÜNEN gab es bei den Feierlichkeiten im vergangenen Jahr in Braunschweig über 1.500 Polizeieinsätze und mehr als 120 Notrufmeldungen. Zudem verwiesen sie auf weitere Probleme wie hohe Feinstaubbelastung und die durch Böller verursachte Angst bei Tieren.
Fraktionssprecherin Leonore Köhler betonte, dass Entscheidungen zur öffentlichen Sicherheit transparent und mit demokratischer Legitimation getroffen werden müssten. Sie kritisierte, dass der Ausschuss den Antrag ohne öffentliche Diskussion abgewiesen habe. Die GRÜNEN hatten gehofft, mit der Sicherheitszone die Risiken zu minimieren und die Einsatzkräfte in der hektischen Silvesternacht zu entlasten.
Bundesweit haben fast zwei Millionen Menschen Petitionen für eine Neubewertung der Feuerwerkstradition unterzeichnet. Umfragen zeigen zudem, dass eine Mehrheit der Deutschen strengere Regulierungen oder alternative Feierformen befürwortet. Dennoch entschied sich der Braunschweiger Ausschuss gegen eine Vertiefung der Debatte.
Da der Antrag nun vom Tisch ist, wird es in diesem Jahr keine ausgewiesene Sicherheitszone in Braunschweig geben. Die GRÜNEN fordern jedoch weitere Gespräche über den Umgang mit künftigen Silvesterfeiern. Ihr Fokus bleibt auf dem Ausgleich zwischen öffentlicher Sicherheit, Umweltschutz und der Entlastung der Rettungskräfte.
