Breitachklamm: Warum Besucher empfindliche Eisgebilde zerstören – und was dagegen unternommen wird
Dora CichoriusBreitachklamm: Warum Besucher empfindliche Eisgebilde zerstören – und was dagegen unternommen wird
Breitachklamm: Kritik nach Zerstörung empfindlicher EisfORMationen durch Besucher
Die spektakuläre Breitachklamm, eine 150 Meter tiefe Schlucht bei Oberstdorf, steht in der Kritik, nachdem Besucher die fragilen Eisgebilde beschädigt haben. Ein jüngster Vorfall, bei dem Kinder Eiszapfen abbrachen, hat bei naturbewussten Touristen Frust ausgelöst – das Personal betont jedoch, dass solches Verhalten selten sei.
Die Klamm entstand vor etwa 10.000 Jahren durch den Rückzug des Breitachgletschers, der steile Felswände und saisonale EisfORMationen formte. Seit 1905, als der ortsansässige Priester Johannes Schiebel den öffentlichen Zugang vorschlug, zieht das Naturjuwel Besucher aus Oberstdorf-Tiefenbach und dem Kleinwalsertal an. Heute kommen jährlich rund 300.000 Menschen, viele im Winter, um die Eisgebilde zu bewundern.
Der Eintritt kostet 9 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder. Rundwanderwege führen durch die Klamm und verbinden sie mit Höhenwegen. Kürzlich wurden zwei Kinder dabei beobachtet, wie sie Eiszapfen abrissen und gegen die Eisgebilde warfen, während die Eltern nicht eingriffen. Ein Reddit-Nutzer kritisierte das Verhalten später scharf und forderte mehr Respekt für das Naturdenkmal.
Das Personal überwacht das Gelände und greift ein, falls die Schäden überhandnehmen. Die Verwaltung stuft das Abbrechen von Eiszapfen jedoch als geringfügiges Problem ein – kein flächendeckendes Phänomen.
Die Klamm bleibt für die Öffentlichkeit zugänglich, wobei Mitarbeiter bei größeren Schäden direkt reagieren. Zwar gab es vereinzelte Vandalismusvorfälle, doch betonen die Verantwortlichen, dass die meisten Besucher den Ort verantwortungsvoll behandeln. Die Eintrittsgelder fließen in Instandhaltung und Naturschutzmaßnahmen im geschützten Gebiet.
