Bremen zeigt, wie Ausbildungsfonds Betriebe entlasten – Niedersachsen soll folgen
Leila BlochDGB will das Bremer Ausbildungsfondsystem auch in Niedersachsen einführen - Bremen zeigt, wie Ausbildungsfonds Betriebe entlasten – Niedersachsen soll folgen
Ausbildungsfonds in Bremen entlastet Betriebe – Gewerkschaften fordern Nachahmer in Niedersachsen
Ein Ausbildungsfonds in Bremen hilft Unternehmen, die Kosten für Ausbildungsplätze zu tragen. Das Programm erstattet Betrieben bis zu 2.250 Euro pro Auszubildendem und Jahr. Nun drängen Gewerkschaften auf ein ähnliches Modell in Niedersachsen – doch die Wirtschaft zeigt sich skeptisch.
Der Bremer Fonds funktioniert nach dem Prinzip, dass alle größeren Unternehmen einzahlen müssen. Wer selbst ausbildet, erhält eine Rückerstattung und wird so finanziell entlastet. Die Mittel fließen zudem in die Weiterbildung von Ausbildern und Sprachkurse für Auszubildende.
Ernesto Harder, der neu gewählte DGB-Bezirksvorsitzende für Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt, unterstützt die Idee für sein Bundesland. Ein gemeinsamer Fonds verteile die Kosten gerechter und motiviere mehr Betriebe, Ausbildungsplätze anzubieten, argumentiert er. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert Niedersachsen auf, das Bremer Modell zu übernehmen. Doch die Wirtschaft kritisiert den Vorschlag scharf: Er belaste die Unternehmen mit zusätzlichen Kosten und Bürokratie und erschwere die Einstellung von Fachkräften weiter. Trotz des Widerstands betonen die Gewerkschaften, dass der Fonds den angespannten Ausbildungsmarkt entlasten würde, indem er die Ausbildung bezahlbarer macht.
Der Bremer Fonds übernimmt bereits jetzt Ausbildungskosten und fördert Zusatzqualifikationen für Ausbilder. Würde Niedersachsen das Modell einführen, könnte sich die Herangehensweise der Unternehmen an die Ausbildung grundlegend ändern. Doch der Widerstand der Wirtschaft könnte eine mögliche Umsetzung verzögern.
