Brutaler Raub in Soltau: Drei junge Männer vor Gericht wegen Überfalls und Körperverletzung
Francesco HeinrichBrutaler Raub in Soltau: Drei junge Männer vor Gericht wegen Überfalls und Körperverletzung
Vor dem Landgericht Lüneburg hat der Prozess gegen drei junge Männer aus Soltau begonnen. Im Mittelpunkt stehen neun Straftaten, darunter Raub und Körperverletzung. Zwei der Hauptangeklagten sehen sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Die Verhandlungen vor der Jugendstrafkammer sollen acht Tage dauern.
Die Anklage geht auf einen Vorfall zurück, bei dem Justin F. und Vojtech P. den Angeklagten Milan A. angeblich in dessen eigener Wohnung überfallen haben sollen. Laut Aussagen schlugen die beiden ihn zusammen, um eine Tasche mit 2.000 Euro zu stehlen – Geld, das Milan A. für eine Reise in die Balkanheimat seines Vaters gespart hatte. Die 15-jährige Cara W. wird beschuldigt, das Treffen arrangiert zu haben, um den Tätern Zugang zur Wohnung zu verschaffen.
Justin F. muss sich zudem wegen des Überfalls auf eine Tankstelle in Munster am 20. Februar 2023 verantworten. Der damals diensthabende Mitarbeiter erkannte ihn an seinen Augen und leidet seitdem unter den Folgen: Er durchlief eine Traumatherapie und hat noch immer Angst im Dunkeln. Unterdessen sollen der Bruder von Justin F. und der Vater von Milan A. als Zeugen aussagen und möglicherweise weitere Details zu den Geschehnissen liefern.
Im Prozess werden Beweise sowohl zum Angriff in der Wohnung als auch zum Tankstellenraub geprüft. Welche konkreten Ermittlungsschritte die Soltauer Polizei nach dem Vorfall im Februar 2023 eingeleitet hat, wurde von den Behörden nicht bekannt gegeben.
Das Gericht wird mehrere Zeugen vernehmen, darunter auch Angehörige der Beteiligten. Bei einer Verurteilung drohen Justin F. und Vojtech P. erhebliche Strafen für ihre mutmaßliche Rolle bei der Körperverletzung und dem Raub. Das Urteil wird über die Verantwortung für die neun zur Debatte stehenden Straftaten entscheiden.
