17 June 2026, 17:07

Buchhandlung in Bremen provoziert mit Weimer-Fassade nach Preis-Ausschluss

Ein Schaufenster für Prinz Weimar

Buchhandlung in Bremen provoziert mit Weimer-Fassade nach Preis-Ausschluss

Buchhandlung in Bremen gestaltet Fassade als provokante Hommage an Kulturminister Wolfram Weimer um

Die Bremer Buchhandlung The Golden Shop hat ihre Fassade mit einem auffälligen Tribute an Kulturminister Wolfram Weimer neu gestaltet. Ein riesiges Porträt des Ministers ziert nun das Gebäude, umgeben von Zitaten und seinen bekanntesten Werken. Der Schritt erfolgt, nachdem Weimer den Laden persönlich von der Verleihung eines renommierten Preises ausgeschlossen hatte.

Sechs Personen brachten ein großes Stofftransparent an der Giebelwand des Golden Shop an. Die Fassade zeigt nun Weimers Bücher, darunter Kopfpilz, Sehnsucht nach Gott und Das konservative Manifest, sowie handschriftliche Zitate wie „Das soll überhaupt kein Kulturkampf sein“ und „Das Konventionelle ist die neue Avantgarde". Im Schaufenster steht zudem eine Flasche Sekt mit dem Etikett „Fürst von Weimer“.

Auf Instagram richtete die Buchhandlung eine direkte Botschaft an Weimer: „Hey Weimi, gefällt dir unsere neue Fassade besser? Wir lieben dich und deine geistigen Ergüsse. Gib uns bitte den Preis.“ Der Laden verkauft inzwischen auch Tassen mit dem Aufdruck „The Golden Shop: Empfohlen vom Verfassungsschutz“ und erhielt ein Zertifikat, das ihn als „beste Buchhandlung unter Beobachtung des Verfassungsschutzes“ ausweist.

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Inhaberin Ausma Zvidrina betonte, dass sie Weimers Bücher weiterhin nicht führen werde. Auf die Frage, ob die Neugestaltung eine offizielle Distanzierung von linksextremen Positionen darstelle, antwortete sie mit Lachen.

Die Aktion scheint eine direkte Reaktion auf die Disqualifizierung des Golden Shop vom Deutschen Buchhandlungspreis 2026 zu sein. Das neue Design und die Merchandise-Artikel unterstreichen den spielerisch-provokanten Widerstand der Buchhandlung – und lenken gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf ihren Status als Beobachtungobjekt des Verfassungsschutzes. Trotz der öffentlichen Inszenierung bleibt die Haltung der Inhaberin zu Weimers Werken eindeutig.

Quelle