Bundesnetzagentur entwarnt: Gasversorgung in Deutschland bleibt stabil
Francesco HeinrichBundesnetzagentur entwarnt: Gasversorgung in Deutschland bleibt stabil
Die Bundesnetzagentur hat die Öffentlichkeit versichert, dass die Gasversorgung in Deutschland weiterhin gesichert ist. Aktuelle Kritik an den Füllständen der Gasspeicher wies der Behördenpräsident Klaus Müller als unnötig zurück. Er betonte, dass die Dringlichkeit der vergangenen Jahre mittlerweile nachgelassen habe.
In den letzten zwei Wochen sind die Gasspeicherstände um drei Prozentpunkte gestiegen. Müller räumte zwar ein, dass eine vollständige Befüllung bis Mitte Mai wünschenswert sei, bezeichnete dies jedoch weder als praktikabel noch als kosteneffizient. Stattdessen hob er hervor, dass die großen Kavernenspeicher in Deutschland bei Bedarf innerhalb von 30 Tagen aufgefüllt werden könnten.
Vier Flüssiggas-Terminals (LNG) an Nord- und Ostsee spielten im vergangenen Winter eine zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit. Müller erinnerte zudem daran, dass nicht nur die Speicherstände, sondern auch die Gasgroßhändler für die Stabilität der Versorgung sorgen. Seine Äußerungen zielten darauf ab, Befürchtungen vor möglichen Engpässen zu zerstreuen.
Zwar bleibe die Gasspeicherung wichtig, doch die intensive Fokussierung der Jahre 2022 und 2023 sei nicht mehr erforderlich. Müller rief zur Gelassenheit auf und erklärte, dass angesichts der aktuellen Lage Panikmache unbegründet sei.
Die Haltung der Behörde spiegelt Vertrauen in die deutsche Gasinfrastruktur wider. Mit den LNG-Terminals, die die Importe sichern, und ausreichenden Speicherkapazitäten bei Bedarf gilt das System als stabil. Müllers Aussagen signalisieren einen Wandel – weg von der erhöhten Alarmbereitschaft der Vorjahre.






