23 May 2026, 20:18

Bundesregierung senkt Luftverkehrsabgabe um 16,1 Prozent – Entlastung für Airlines in der Krise

Triple Whammy Treffer die Luftfahrtindustrie

Bundesregierung senkt Luftverkehrsabgabe um 16,1 Prozent – Entlastung für Airlines in der Krise

Die deutsche Bundesregierung hat Pläne bekannt gegeben, die Luftverkehrsabgabe um 16,1 Prozent zu senken. Damit wird eine Steuererhöhung rückgängig gemacht, die erst im vergangenen Jahr eingeführt worden war. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Luftfahrtbranche mit steigenden Kosten und Arbeitsplatzverlusten zu kämpfen hat.

Im Mai 2024 hatte Deutschland die Luftverkehrssteuer (LuftVSt) um 19,4 Prozent angehoben. Die nun beschlossene Reform setzt die Sätze wieder auf das vorherige Niveau zurück. Ziel ist es, die finanzielle Belastung für Fluggesellschaften und Reisende zu verringern.

Die Branche leidet bereits unter stark gestiegenen Kerosinpreisen, die sich seit Dezember 2023 mehr als verdoppelt haben. Allein bei der Lufthansa sind die Treibstoffkosten dadurch voraussichtlich um rund 1,7 Milliarden Euro gestiegen. Gleichzeitig liegen die Passagierzahlen weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie: Für 2025 werden 219,8 Millionen Reisende erwartet – 12,4 Prozent weniger als 2019.

Rund 10.000 Arbeitsplätze in der deutschen Luftfahrt sind derzeit gefährdet. Die oppositionelle AfD hat als Reaktion einen vollständigen Wegfall der Luftverkehrssteuer bis zum 1. Dezember 2024 vorgeschlagen. Ihr Änderungsantrag sieht die komplette Abschaffung der Abgabe vor, doch die Chancen auf eine Umsetzung bleiben ungewiss.

Die umfassendere Luftfahrtstrategie der Regierung wird im Juni auf der Berliner Luftfahrtschau (ILA) vorgestellt. Der Plan folgt auf jüngste Rückschläge, darunter der Zusammenbruch der Fluggesellschaft Spirit Airlines im Mai 2023 nach 62 Jahren Betrieb.

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Die Steuersenkung bringt den Airlines eine gewisse Entlastung angesichts hoher Treibstoffkosten und geringerer Passagierzahlen. Die anstehende Nationale Luftfahrtstrategie könnte weitere Klarheit über langfristige Unterstützungsmaßnahmen für den Sektor schaffen. Bis dahin bleibt die Branche in Alarmbereitschaft – bei anhaltend hohen Spritpreisen und drohenden Jobverlusten.

Quelle