27 April 2026, 08:19

Bundeswehr-Auftrag für 902 Tankcontainer wegen explodierender Kosten gestoppt

Schwarz-weiß-Illustration von kapitulierenden deutschen Militärfahrzeugen und Schiffen, darunter Panzer, Lastwagen und Kriegsschiffe, mit der Überschrift "Vast German War Material Surrendered to Allies" darüber.

Bundeswehr-Auftrag für 902 Tankcontainer wegen explodierender Kosten gestoppt

Deutsche Abgeordnete haben ein großes Beschaffungsvorhaben der Bundeswehr vorerst gestoppt – Grund sind Bedenken wegen explodierender Kosten. Bei dem Projekt geht es um 902 Dieselkraftstoff-Tankcontainer, deren Preis ursprünglich bei 262,67 Millionen Euro lag. Kritiker bezeichnen die Preiserhöhung nun als "skandalös", da sich die Stückkosten im Vergleich zu einem Vertrag aus dem Jahr 2021 nahezu verdoppelt haben.

Das Verteidigungsministerium hatte geplant, einen Vertrag über 262,67 Millionen Euro (inklusive Mehrwertsteuer) für die 902 Tankcontainer abzuschließen. Doch der Preis pro Einheit ist auf etwa 291.000 Euro gestiegen – 2021 hatte ein ähnlicher Einkauf noch 142.000 Euro pro Container gekostet. Ein Rahmenabkommen könnte die Bestellmenge später auf 4.200 Einheiten ausweiten, was die Gesamtkosten auf rund 902 Millionen Euro treiben würde.

Haushaltspolitiker der Unionsfraktion und der SPD blockierten das Vorhaben und verwiesen auf überhöhte Inflation bei Rüstungsgütern. Der haushaltspolitische Sprecher der CDU, Andreas Mattfeldt, kritisierte das Fehlen von Wettbewerb und sprach von "Rüstungspreisinflation". Ein Mitglied des Haushaltsausschusses nannte den Preisanstieg "skandalös".

Die Container, deren Lieferung bis 2029 vorgesehen ist, sollen die Litauen-Brigade und die allgemeine Truppenlogistik unterstützen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums lehnte eine Stellungnahme ab und verwies darauf, dass Details bis zur Zustimmung des Bundestags vertraulich blieben. Mattfeldt betonte zudem, wie wichtig es sei, sich finanzielle Spielräume für das Jahr 2029 offenzuhalten.

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Der Beschaffungsstopp unterstreicht die zunehmende Skepsis gegenüber Militärausgaben. Falls der Deal genehmigt wird, sollen die Container bis 2029 für NATO-Einsätze in Litauen bereitstehen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Bundestag, wo Abgeordnete strengere Kostenkontrollen fordern.

Quelle