CDU drängt auf Klarheit bei der verzögerten Rathaus-Sanierung in Braunschweig
Leila BlochCDU drängt auf Klarheit bei der verzögerten Rathaus-Sanierung in Braunschweig
Wie steht es um die Sanierung des neuen Rathauses?
Die CDU-Fraktion fordert belastbare Fakten zu den Ankündigungen und hat eine Anfrage an die Verwaltung gerichtet.
25. November 2025, 06:45 Uhr
Die CDU-Stadtratsfraktion in Braunschweig verlangt einen umfassenden Sachstandsbericht zur seit langem verzögerten Sanierung des neuen Rathauses. Die Forderung kommt angesichts wachsender Unsicherheit über das Projekt: Obwohl bereits Behörden umgesiedelt wurden, steht ein konkreter Baubeginn weiterhin aus. Ein offizieller Antrag wurde nun eingebracht, um die Angelegenheit in der nächsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses zu behandeln.
Der Druck auf Klärung wuchs nach Jahren stockender Verhandlungen. Die Pläne für die Sanierung des neuen Rathauses, eines der wichtigsten Verwaltungsgebäude der Stadt, wurden erstmals 2008 vorgestellt. Trotz Beschlüssen und bewilligter Mittel sind bisher keine sichtbaren Bauarbeiten in Angriff genommen worden – das Vorhaben schwebt in der Schwebe.
Bürgermeister Thorsten Kornblum reichte den Antrag ein, einen eigenen Tagesordnungspunkt – „Aktueller Stand: Sanierung neues Rathaus“ – in die Sitzung des Ausschusses am 28. November aufzunehmen. Die CDU-Abgeordnete Antoinette von Gronefeld kritisierte die mangelnde Transparenz und wies darauf hin, dass einige städtische Abteilungen bereits verlegt wurden, ohne dass ein Baubeginn bestätigt sei.
In ihrem Antrag pocht die CDU auf einen detaillierten Bericht, der den aktuellen Zeitplan, die Kostenentwicklung und die Angemessenheit des bestehenden Budgets aufschlüsselt. Kritiker monieren, dass die anhaltende Ungewissheit sowohl die Effizienz der Verwaltung als auch das Vertrauen der Bürger in die lokale Politik untergräbt. Unklare Umzugspläne und Rückzugstermine haben die Verärgerung zusätzlich geschürt.
Der Ausschuss wird nun den Antrag prüfen und entscheiden, ob der geforderte Bericht erstellt wird. Falls genehmigt, könnte die Aktualisierung Klarheit schaffen, wann die Sanierungsarbeiten endlich beginnen und welche Kosten die Verzögerungen verursacht haben. Zudem könnten Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf den Stadtbetrieb und die politische Glaubwürdigkeit ausgeräumt werden.
