Celle erhöht Straßenreinigungsgebühren wegen explodierender Betriebskosten
Sylvio ThiesCelle erhöht Straßenreinigungsgebühren wegen explodierender Betriebskosten
Die Einwohner von Celle müssen künftig höhere Straßenreinigungsgebühren zahlen, nachdem der Stadtrat am 3. Dezember einer Erhöhung zugestimmt hat. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der steigende Lohn- und Materialkosten den Haushalt der Stadt belasten.
Die jüngste Gebührenanpassung spiegelt die deutlichen Kostenerhöhungen der vergangenen Jahre wider. So werden die Löhne für das Reinigungspersonal voraussichtlich zwischen 2019 und 2028 um mehr als 30 Prozent steigen. Die Materialkosten könnten im selben Zeitraum sogar um bis zu 46 Prozent anziehen.
Celle unterhält rund 270.000 laufende Meter Straßen, die je nach Verkehrsaufkommen und Verschmutzungsgrad in verschiedene Reinigungsklassen eingeteilt sind. Einige Straßen werden täglich gereinigt, andere nur alle 14 Tage. Selteneres Kehren führt zu niedrigeren Gebühren für die Anwohner.
Auf der offiziellen Website der Stadt sind die Gebührenstruktur, die Reinigungspläne und die Zuständigkeiten einsehbar. Nach dem Niedersächsischen Kommunalabgabengesetz müssen die Gebühren kostendeckend sein – Überschüsse dürfen nicht erwirtschaftet werden. Bei einer stabilen Einwohnerzahl von etwa 71.000 gab es in den letzten Jahren keine größeren demografischen Veränderungen.
Mit der Gebührenanpassung soll der Anstieg der Betriebskosten ausgeglichen werden. Die Bürger müssen zwar tiefer in die Tasche greifen, doch die Stadt betont, die Änderungen seien notwendig, um das aktuelle Servicelevel aufrechtzuerhalten. Betroffene finden eine detaillierte Übersicht der neuen Kosten online.
