Chaos-Wochenende in Niedersachsen: Brände, Diebstähle und Gewalt halten Einsatzkräfte auf Trab
Dora CichoriusChaos-Wochenende in Niedersachsen: Brände, Diebstähle und Gewalt halten Einsatzkräfte auf Trab
Eine Reihe von Vorfällen hält Einsatzkräfte in Niedersachsen am Wochenende in Atem
Brände, Diebstähle und gewalttätige Auseinandersetzungen führten in mehreren Städten Niedersachsens zu Festnahmen, Sachschäden und Verletzungen – die Rettungskräfte hatten alle Hände voll zu tun.
Polizei und Feuerwehr waren bei zahlreichen Notfällen im Einsatz, darunter Brandstiftung, Unfallfluchten und öffentliche Rüpelattacken bei lokalen Veranstaltungen.
Die Probleme begannen bereits in den frühen Stunden des Samstags in Lüneburg. Gegen 00:50 Uhr wurde in der Ortschaft Ochtmissen ein Zeitungsstapel an einer Bushaltestelle in Brand gesetzt. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen und eine weitere Ausbreitung verhindern.
Später am Morgen brach in Bad Bevensen ein schwerwiegenderer Brand aus: Aus bisher ungeklärter Ursache geriet ein Holzstapel in der Nähe einer Garage Am Britzenberg in Flammen. Das Feuer griff auf die Garage, ein benachbartes Wohnhaus und einen Schuppen über und verursachte einen Schaden von schätzungsweise 150.000 Euro. Feuerwehr und Polizei arbeiteten gemeinsam, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
An der Helios-Klinik entwendete ein 45-jähriger Mann einen Autoschlüssel aus einem Pausenraum für Mitarbeiter. Er fuhr mit dem Fahrzeug davon, verunglückte jedoch auf der B 191 zwischen Schwemlitz und Hohenzethen. Der Wagen war anschließend komplett zerstört.
In Natendorf sorgte ein 19-Jähriger derweil für Tumulte auf dem Oktoberfest. Während eines Streits in einem Festzelt setzte er Pfefferspray ein, wobei mindestens zwei Personen betroffen waren. Nach seiner Flucht wurde er später festgenommen und in Gewahrsam genommen.
Schon in der Nacht zu Freitag hatte ein Fahrer in der Dorfstraße in Adendorf gegen 06:37 Uhr einen geparkten Wohnwagen gerammt. Der Unfall verursachte erheblichen Schaden, bevor der Fahrer das Fahrzeug verließ und flüchtete.
In Lüneburg wurden zwei Männer nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung vor einem Supermarkt am 4. Oktober festgenommen. Trotz Polizeieinsatzes beruhigten sie sich nicht und verbrachten die Nacht in Gewahrsam. Zudem wurde in den frühen Morgenstunden des Samstags ein versuchter Einbruch in eine Schule am St.-Ursula-Weg gemeldet.
Auch im Straßenverkehr gab es gefährliche Vorfälle: Am Samstagnachmittag verlor ein 25-jähriger Mercedes-Sprinter-Fahrer auf der B 493 die Kontrolle über sein Fahrzeug – vermutlich unter Drogeneinfluss. Der Unfall verursachte Sachschäden in Höhe mehrere tausend Euro. In Uelzen stoppte die Polizei zwei betrunkene E-Scooter-Fahrer: Einer stand unter THC-Einfluss, der andere war mit 1,41 Promille Alkohol im Blut und Cannabis unterwegs.
Die Behörden hatten mit einer Bandbreite von Straftaten zu kämpfen – von Brandstiftung und Diebstahl bis hin zu drogenbedingten Verkehrsunfällen. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen, während die Ermittlungen zu den Bränden und Unfallfluchten noch andauern. Die genauen Kosten für Sachschäden und Einsatzmaßnahmen werden derzeit noch ermittelt.
