Continental erwartet Millionenbelastungen durch Umstrukturierung im dritten Quartal
Sylvio ThiesContinental erwartet Millionenbelastungen durch Umstrukturierung im dritten Quartal
Continental AG (Conti) warnt vor erheblichen finanziellen Belastungen in aktueller Quartalsvorschau
Der Automobilzulieferer Continental rechnet in seinem jüngsten Quartalsupdate mit außergewöhnlichen Belastungen im mittleren dreistelligen Millionenbereich für das dritte Quartal. Diese Kosten entstehen durch die Abspaltung des Automotive-Zuliefergeschäfts Aumovio sowie den Verkauf der Sparte Kunststofftechnologie.
Die Ausgaben beziehen sich auf zwei große Transaktionen: Zum einen verursacht die Ausgliederung der Aumovio-Einheit erhebliche Kosten. Zum anderen wird der Verkauf der Conti-Kunststofftechnologie-Sparte (OESL) voraussichtlich einen negativen Sondereffekt ähnlicher Größenordnung nach sich ziehen.
Beide finanziellen Auswirkungen werden jedoch das bereinigte Betriebsergebnis von Conti nicht beeinflussen. Das Unternehmen betonte zudem, dass es sich in beiden Fällen um nicht-liquiditätswirksame Posten handelt – sie schlagen sich also nicht unmittelbar auf die Zahlungsfähigkeit nieder. Mit dem Verkauf der Kunststoffsparte sind nur begrenzte Mittelzuflüsse verbunden. Die Aktualisierung erfolgte im Rahmen des regulären Pre-Close-Calls für Analysten, der quartalsweise vor der Ruhephase des Unternehmens stattfindet. Dieses Dokument dient als Zusammenfassung und enthält keine detaillierten Leistungsdaten.
Zudem wird Ingo Holstein nach der Abspaltung die Position des Personalvorstands bei Aumovio übernehmen.
Die Ergebnisse des dritten Quartals werden die Sondereffekte abbilden, ohne dass sich dies auf die bereinigten Betriebskennziffern auswirkt. Conti stellte klar, dass es sich um bilanzielle Anpassungen handelt, nicht um direkte Liquiditätsbewegungen. Die Umstrukturierung schreitet wie geplant voran, und erste Führungswechsel sind bereits eingeleitet.
