Cuxport feiert zwei Millionen exportierte BMWs und plant massive Erweiterung
Dora CichoriusCuxport feiert zwei Millionen exportierte BMWs und plant massive Erweiterung
Cuxport, ein Joint Venture der Rhenus Group und der HHLA Container Terminals, hat soeben den zwei Millionensten BMW in das Vereinigte Königreich exportiert. Der Meilenstein fällt in eine Phase, in der der Nordseehafen sich auf eine große Erweiterung und neue Nachhaltigkeitsmaßnahmen vorbereitet. Bereits jetzt sind Pläne in Kraft, um bis 2025 eine zusätzliche Million Fahrzeuge abzuwickeln – mit BMW und Volkswagen als zentrale Marken.
Seit 15 Jahren verschifft der Hafen BMW-Modelle nach Großbritannien. Allein 2018 wurden rund 200.000 Fahrzeug-Exporte und 80.000 Importe abgefertigt. Seit dem Brexit-Referendum des Vereinigten Königreichs sind die Handelsvolumina jedoch aufgrund politischer Unsicherheit und eines schwächeren Pfundkurses zurückgegangen.
Der aktuelle Betrieb stützt sich auf häufige Fährverbindungen: DFDS transportiert bis zu sechsmal pro Woche Autos nach Immingham, während UECC zweimal wöchentlich Southampton anläuft. Der Standort Cuxhaven bietet kurze Umschlagzeiten, ausreichend Lagerkapazitäten sowie eine gute Anbindung an Straße und Schiene. Zudem soll die Bahnstrecke zwischen Cuxhaven und Stade elektrifiziert werden.
Um die wachsende Nachfrage zu bedienen, baut Cuxport seine Kapazitäten aus. Lücken zwischen den Liegeplätzen werden geschlossen, und die aktuelle Terminalkapazität verdoppelt sich. Zudem prüft der Hafen den Einsatz wasserstoffbetriebener Geräte, um Fahrzeuge nachhaltiger abzufertigen. Laut Enak Ferleman vom Bundesverkehrsministerium ist Cuxhaven gut auf mögliche Brexit-bedingte Herausforderungen vorbereitet und in der Lage, den erhöhten Verkehrsaufkommen gerecht zu werden.
Bis 2025 strebt Cuxport an, zusätzlich zu den bereits exportierten zwei Millionen BMWs eine weitere Million Fahrzeuge abzuwickeln. Die Erweiterung und der mögliche Umstieg auf Wasserstofftechnologie deuten auf langfristiges Wachstum hin. Mit seiner robusten Infrastruktur und Anpassungsfähigkeit bleibt der Standort ein zentraler Knotenpunkt für die europäische Automobil-Logistik.