06 March 2026, 16:20

Deutsche Delegation wirbt in Südkorea um Samsung-Chipfabriken für Sachsen

Eine alte Werbung für die Louis Eilers Hannover-Herrenhausen-Fabrik, die das Fabrikgebäude mit Textüberlagerung zeigt.

Deutsche Delegation wirbt in Südkorea um Samsung-Chipfabriken für Sachsen

Eine deutsche Delegation hält sich diese Woche in Südkorea auf, um über mögliche Investitionen in der Halbleiterindustrie zu verhandeln. Die Gruppe, bestehend aus Vertretern Sachsens und Sachsen-Anhalts, erkundet Partnerschaften mit großen Herstellern wie Samsung. Berichte über eine mögliche Expansion des Samsung-Unternehmensregisters nach Deutschland kursieren bereits seit Anfang Februar, doch das Unternehmen hat bisher keine konkreten Pläne bestätigt.

Die Delegation traf am Montag während der SEMICON Korea 2026 in Südkorea ein. Der Besuch folgt auf fast zehn Tage Spekulationen über das Interesse von Samsung an Europa. Sowohl Sachsen als auch Sachsen-Anhalt werben intensiv um neue Chipfabriken – Sachsen gilt zudem als möglicher Standort für ein Samsung-Werk.

Deutschland bietet ungenutzte Subventionen an, die ursprünglich für das gescheiterte Intel-Projekt in Magdeburg vorgesehen waren. Diese Mittel könnten nun einen Deal mit Samsung oder einem anderen Hersteller attraktiver machen. Gerüchten zufolge könnte Samsung eine vollständige Fabrik, Verpackungsanlagen oder Unterstützung im Designbereich planen.

Hohe Energie- und Arbeitskosten in Europa haben Investoren lange abgeschreckt. Dennoch haben sich Unternehmen wie TSMC in der Region engagiert. Samsung scheint einen ähnlichen Ansatz zu verfolgen und setzt auf ein Netzwerk lokaler Partner statt auf Alleingänge.

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Falls es zu einer Einigung kommt, könnte Samsung die von Intel hinterlassene Fläche in Magdeburg übernehmen. Bisher hat das Unternehmen jedoch keine offiziellen Stellungnahmen zu Verhandlungen oder konkreten Schritten abgegeben.

Das Ergebnis der dieswöchigen Gespräche bleibt ungewiss. Ein attraktives Subventionspaket könnte entscheidend sein, um eine Vereinbarung mit Samsung oder einem anderen Chiphersteller zu sichern. Vorerst laufen die Verhandlungen weiter – Deutschland will damit seine Position in der Halbleiterbranche stärken.

Quelle