11 June 2026, 06:13

Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für seinen Kampf gegen Antisemitismus

Zentralrat: Nuhr deckt 'Doppelmoral' der Medien auf

Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für seinen Kampf gegen Antisemitismus

Der Satiriker Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis für sein Engagement gegen Antisemitismus ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde vom Zentralrat der Juden in Deutschland verliehen. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis würdigt Nuhrs Einsatz gegen Vorurteile in Medien und Kultur.

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, lobte Nuhr dafür, dass er mit Doppelstandards in der Berichterstattung über Israel und das Judentum aufräume. Gleichzeitig kritisierte Schuster deutsche Medien, die antisemitische Narrative verbreiteten und in ihrer Berichterstattung ungleiche Maßstäbe anlegten.

Nuhr selbst betonte, dass Antisemitismus keineswegs nur ein Problem des rechten Rands sei. Er komme auch in linken Kreisen und unter kulturellen Eliten vor – und werde dort oft unkritisch hingenommen. Unterstützung erhielt er von Ahmed Mansour, einem israelisch-muslimischen Autor, der Nuhr dafür würdigte, Positionen zu vertreten, die viele teilen, aber selten offen äußern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Leo-Baeck-Preis ist nach dem Rabbiner Leo Baeck benannt und wurde in der Vergangenheit unter anderem an prominente Persönlichkeiten wie die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Christian Wulff sowie an die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel vergeben.

Die Auszeichnung unterstreicht Nuhrs Rolle bei der Auseinandersetzung mit Antisemitismus in oft vernachlässigten Bereichen. Seine Kritik an Medienvorurteilen und kulturellen Haltungen lenkt die Aufmerksamkeit auf weiterhin bestehende Probleme. Der Preis macht deutlich, wie wichtig es ist, Vorurteilen in all ihren Formen entschlossen entgegenzutreten.

Quelle