Drei riesige Agri-Photovoltaik-Projekte sollen Braunschweig mit Solarstrom versorgen
Leila BlochDrei riesige Agri-Photovoltaik-Projekte sollen Braunschweig mit Solarstrom versorgen
Ein privates Unternehmen plant drei großflächige Agri-Photovoltaik-Projekte in Braunschweig. Die Solarparks sollen sich über Völkerrode, Wenden und Thune erstrecken und insgesamt mehr als 120 Hektar umfassen. Gemeinsam könnten sie etwa 115 Megawatt Peak (MWp) an Solarenergie erzeugen – genug, um jährlich über 30.000 Haushalte mit Strom zu versorgen.
Die größte Anlage ist in Völkerrode vorgesehen, wo die Völkerrode Solar GmbH ein 73,6 Hektar großes Gelände erschließen will. Dieses Projekt allein könnte rund 120 MWp Solarenergie liefern. Die beiden übrigen Vorhaben in Wenden und Thune werden zusammen 46,8 Hektar umfassen und etwa 70 MWp erzeugen.
Der Agri-PV-Ansatz ermöglicht es, Landwirtschaft und Energieerzeugung gleichzeitig zu betreiben. Diese Methode stellt sicher, dass das Land sowohl für die Nahrungsmittelproduktion als auch für erneuerbare Energien genutzt wird. Falls die Stadt die Pläne genehmigt, folgen formelle Bebauungsverfahren, darunter Bürgerbeteiligung und Umweltverträglichkeitsprüfungen. 2026 wird Braunschweig sein FF-PV-Konzept überarbeiten und dabei möglicherweise die ausgewiesenen Flächen für Solaranlagen anpassen. Mit dem Baubeginn ist frühestens 2027 zu rechnen, da die Bebauungspläne zunächst rechtsverbindlich werden müssen. Noch in diesem Jahr will der Projektentwickler Anträge für die Aufstellung von Sondergebieten einreichen. Sobald die Anlagen in Betrieb sind, könnten sie mehr als die Hälfte der Solarstromziele der Stadt erfüllen.
Die drei Solarparks würden die Kapazitäten für erneuerbare Energien in Braunschweig deutlich ausbauen. Bei Fertigstellung könnten sie Tausende Haushalte mit Strom versorgen und gleichzeitig die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen erhalten. Bevor der Bau beginnen kann, stehen nun die Genehmigung der Bebauungspläne und die Umweltprüfungen an.
