30 April 2026, 08:19

Edeka will 200 Tegut-Filialen retten – doch das Kartellamt muss zustimmen

Schwarz-weißes Foto eines belebten Berliner Markts mit Menschen, Gemüsewagen und Gebäuden im Hintergrund.

Edeka will 200 Tegut-Filialen retten – doch das Kartellamt muss zustimmen

Edeka plant Übernahme von 200 Tegut-Filialen

Edeka hat bekannt gegeben, 200 Märkte der Supermarktkette Tegut zu übernehmen. Der Schritt folgt auf den Beschluss des Schweizer Konzerns Migros, sich vom deutschen Markt zurückzuziehen. Sollte die Übernahme genehmigt werden, würden damit Arbeitsplätze gesichert und lokale Geschäfte in mehreren Regionen offen gehalten.

Die geplante Übernahme steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt. Edeka-Chef Markus Mosa forderte eine zügige Entscheidung und warnte, dass Verzögerungen zu Schließungen und Jobverlusten führen könnten. Ohne das Eingreifen Edekas drohten seiner Einschätzung nach rund 4.500 Stellen wegzufallen.

Mosa versprach zudem, im Falle der Übernahme alle aktuellen Tegut-Mitarbeiter zu behalten. Das Unternehmen strebt an, jeden Standort weiterzubetreiben – selbst in weniger rentablen Gebieten. Dadurch bliebe die Nahversorgung mit Lebensmitteln in den betroffenen Gemeinden gewährleistet.

Auf die Sorge vor steigenden Preisen angesprochen, wies Mosa Vorwürfe zurück, Edekas Expansion werde die Kosten für Verbraucher in die Höhe treiben. Stattdessen verwies er auf globale Marken wie Nestlé, deren Schokoladenprodukte kürzlich teurer geworden seien. Priorität habe für ihn der Erhalt von Arbeitsplätzen und lokalen Dienstleistungen, betonte er.

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Die Übernahme würde Teguts Belegschaft und Kunden in den betroffenen Regionen Stabilität bieten. Bei einer Genehmigung könnte Edeka flächendeckende Schließungen verhindern und die Lebensmittelversorgung sichern. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Bundeskartellamt.

Quelle