Edenhofer warnt vor Renaissance fossiler Heizungen durch aktuelle Krise
Francesco HeinrichEdenhofer warnt vor Renaissance fossiler Heizungen durch aktuelle Krise
Der Ökonom Ottmar Edenhofer hat gewarnt, dass die aktuelle Krise in Deutschland zu einem Anstieg neuer Öl- und Gasheizungen führen könnte. Er betonte die Notwendigkeit gezielter politischer Maßnahmen, um diese Entwicklung zu verhindern und gleichzeitig sauberere Alternativen zu fördern. Seine Äußerungen erfolgten als Reaktion auf die jüngste Stellungnahme von Bundeskanzler Friedrich Merz zu Klimapolitik und Industrie-strategie.
Edenhofer räumte ein, dass viele Hausbesitzer sich die Umrüstung auf Wärmepumpen schlicht nicht leisten können. Er schlug vor, die Stromsteuer zu senken, um diese Systeme erschwinglicher zu machen. Bestehende Förderprogramme könnten zudem fortgeführt werden, um Haushalten den Umstieg auf klimafreundlichere Heizungen zu erleichtern – etwa durch eine Klimadividende, die die Kosten abfedert.
Kritik übte er an der Bundesregierung, die Klimapolitik nicht sorgfältig genug gestalte. Diese dürfe nicht als Sündenbock für allgemeine Schwächen in der Industriestrategie herhalten. Stattdessen bezeichnete er Klimaschutz als eine Notwendigkeit für langfristige Sicherheit und Wohlstand – und nicht als Luxus. Um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, regte er eine Abgabe auf neue Öl- und Gasheizungen an.
Der Wirtschaftswissenschaftler warnte zudem, dass kurzfristige Krisen oft die langfristigen Herausforderungen wie den Klimawandel in den Hintergrund drängen. Er widersprach der Vorstellung, Klimapolitik schwäche den Industriestandort Deutschland. Vielmehr plädierte er für einen ausgewogenen Ansatz, der sowohl die Wirtschaft als auch die Umwelt schützt.
Edenhofers Vorschläge zielen darauf ab, einen Boom fossiler Heizsysteme zu verhindern und gleichzeitig den Zugang zu sauberen Alternativen zu erleichtern. Dazu gehören Steueranpassungen, Subventionen und eine Abgabe auf neue Öl- und Gasheizungen. Das Ziel ist es, kurzfristige wirtschaftliche Erfordernisse mit langfristigen Klimazielen in Einklang zu bringen.






