18 June 2026, 22:13

Ein Foto erschüttert die Berliner Politik: CDU-Mann berührt AfD-Spitzenkandidaten

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Ein Foto erschüttert die Berliner Politik: CDU-Mann berührt AfD-Spitzenkandidaten

Ein aktuelles Foto zweier Politiker rivalisierender Parteien hat in Deutschland für Aufsehen gesorgt. Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag, ist darauf zu sehen, wie er Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, während einer Podiumsdiskussion die Hand auf die Schulter legt. Das Bild sorgt in der Berliner Politikszene für Wirbel und stellt die langjährige Ausgrenzung der AfD durch andere Parteien infrage.

Die Aufnahme entstand während einer Diskussion, bei der ein Mikrofon defekt war, und zeigt Heuer und Siegmund, wie sie sich zuneigen und miteinander sprechen. Siegmund wirkt dabei lachend. Der Moment wird als symbolischer Bruch des politischen Quarantäns gegen die AfD gedeutet, die von anderen Parteien seit Langem gemieden wird.

ZDF-Moderator Markus Lanz kritisierte die demonstrative Ausgrenzung von AfD-Politikern durch andere. Die Grünen äußerten unterdessen Bedenken, dass das Foto eine Verwischung der Grenzen zwischen CDU und AfD nahelege. Eva von Angern, Fraktionschefin der Linken im Landtag, ging noch weiter und erklärte, solche Fotos dürften „nie gemacht werden“ – die Hand eines Demokraten gehöre nicht auf die Schulter eines AfD-Mitglieds.

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Aktuell liegt die AfD in Umfragen bei 29 Prozent, neun Punkte vor der CDU, und ist damit stärkste Kraft in Deutschland. Eine absolute Mehrheit der AfD bei der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September gilt mittlerweile als möglich. Beobachter stellen fest, dass der politische „Cordon sanitaire“ in Berlin bröckelt – sein Zusammenbruch scheint unvermeidbar.

Das Foto hat die Debatten über den politischen Umgang mit der AfD weiter angeheizt. Die wachsende Umfragestärke der Partei und die bevorstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt unterstreichen ihren steigenden Einfluss. Der Vorfall deutet darauf hin, dass sich die Art und Weise, wie etablierte Parteien künftig mit der AfD interagieren, ändern könnte.

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