03 January 2026, 06:34

Ein magischer Rilke-Abend begeistert im Kulturzentrum Annastraße

Ein Buch mit einer Abbildung von Menschen und Text auf dem Cover.

Ein magischer Rilke-Abend begeistert im Kulturzentrum Annastraße

Einzigartige Hommage an Rainer Maria Rilke im Kulturzentrum Annastraße

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Im voll besetzten Kulturzentrum Annastraße fand eine besondere Ehrung für Rainer Maria Rilke statt. Die ursprünglich in der Stadtbibliothek St. Ingbert geplante Veranstaltung war aufgrund der vorübergehenden Schließung dorthin verlegt worden. Die Organisatorinnen Gertrud Fickinger und Jürgen Bost begrüßten die Künstler Thomas Kuhn und Stefan Schwarzmüller zu einem Abend voller Lyrik und Dialog.

Den Auftakt bildete Rilkes berühmtes Gedicht Der Panther, bevor sich das Programm als fiktives Gespräch zwischen einem Autor und einem Lektor entfaltete. Kuhn und Schwarzmüller beleuchteten das Leben des Dichters, seine enge Verbindung zu Frankreich sowie seine vielschichtigen Beziehungen zu Frauen. Das Publikum lauschte zudem Lesungen seiner bekanntesten Werke, die Rilkes Begabung zeigten, verborgene Tiefen unter der Oberfläche des Alltäglichen aufzudecken.

Rilkes Vermächtnis bleibt ungebrochen: 2025 jährt sich sein Geburtstag zum 150. Mal, 2026 folgt der 100. Todestag. Der Erfolg der Veranstaltung hat bereits Gespräche über eine Wiederholung im nächsten Jahr angeregt. Unterdessen bereitet die Rilke-Gesellschaft ihre Tagung in Prag vor, die vom 17. bis 20. September 2025 stattfinden soll. Interessierte können sich bei Dr. Ivo Theele unter [email protected] anmelden.

Die Hommage unterstrich Rilkes anhaltenden Einfluss auf die Literatur und seine Fähigkeit, Leser:innen über Generationen hinweg zu faszinieren. Angesichts des wachsenden Interesses an seinem Werk sind in den kommenden Jahren weitere Veranstaltungen und wissenschaftliche Diskussionen zu erwarten. Die Aufführung in der Annastraße könnte der Auftakt zu einer Reihe von Feiern sein, die bis zum 100. Todestag des Dichters führen.