Eintracht Braunschweigs Stürmer entgeht Roter Karte nach Halsgriff in der 2. Bundesliga
Leila BlochStürmer von Braunschweig entschuldigt sich für Würgevorfall - Eintracht Braunschweigs Stürmer entgeht Roter Karte nach Halsgriff in der 2. Bundesliga
Eintracht Braunschweigs Stürmer Erencan Yardımcı kommt nach umstrittenem Vorfall in der 2. Bundesliga ohne Rote Karte davon
Der Angreifer von Eintracht Braunschweig, Erencan Yardımcı, hat nach einem umstrittenen Zwischenfall in einem Fussballspiel der 2. Bundesliga die Rücknahme seiner Roten Karte erwirkt. Der Spieler war zunächst des Platzes verwiesen worden, nachdem er einen Gegner im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Hals gepackt hatte. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entschied jedoch am 27. Dezember 2025, dass sein Verhalten nicht als tätlicher Angriff zu werten sei.
Der Vorfall ereignete sich bei einem Stand von 0:0 – Braunschweig verlor die Partie letztlich mit 0:3.
Die Auseinandersetzung hatte sich in der 20. Minute des Spiels am 20. Dezember 2025 zugetragen. Yardımcı griff Boris Tomiak mit beiden Händen an den Hals, woraufhin der Schiedsrichter die Rote Karte zeigte. Trotz der Heftigkeit der Aktion kam das DFB-Sportgericht später zu dem Schluss, dass es sich nicht um "grobe Gewalt" handele.
Nach dem Vorfall entschuldigte sich Yardımcı öffentlich. Er bedauerte sein Verhalten gegenüber seinen Mannschaftskollegen, dem Trainerteam und den Fans, ging jedoch nicht direkt auf Tomiak ein. Auch Eintracht-Braunschweigs Trainer Heiner Backhaus ergriff disziplinarische Maßnahmen und verhängte eine Geldstrafe gegen den Spieler.
Das höhere DFB-Sportgericht hat in der Sache noch kein endgültiges Urteil gefällt. Die ursprüngliche Aufhebung der Roten Karte erfolgte durch das Ligagremium, sodass der Fall weiterhin einer weiteren Prüfung unterliegt.
Yardımcıs Rote Karte wurde damit aufgehoben, sodass er ohne Sperre wieder spielen darf. Der Verein hat bereits interne Sanktionen verhängt, während die abschließende DFB-Entscheidung noch aussteht. Das Ergebnis könnte künftige disziplinarische Maßnahmen bei ähnlichen Vorfällen im deutschen Fußball beeinflussen.
