Elbquerungstunnel durchbrochen: SuedLink-Projekt erreicht historischen Meilenstein für die Energiewende
Francesco HeinrichElbquerungstunnel durchbrochen: SuedLink-Projekt erreicht historischen Meilenstein für die Energiewende
Ein wichtiger Meilenstein der deutschen Energiewende ist mit dem Durchbruch des Elbquerungstunnels erreicht worden. Das Bauwerk ist Teil des Stromkorridors SuedLink, der erneuerbare Energien aus dem Norden in den Süden des Landes transportieren soll. Trotz schwieriger geologischer Bedingungen schlossen die Bauteams die Ausgrabungen früher als geplant ab.
Der rund 5,2 Kilometer lange Tunnel verbindet Wewelsfleth in Schleswig-Holstein mit Wischhafen in Niedersachsen. Die maschinelle Tunnelbohrung erfolgte mehrere Dutzend Meter unter der Elbe und musste wasserführende Bodenschichten durchqueren, die erhebliche Herausforderungen darstellten. Auf den letzten 400 Metern ermöglichte günstiger Untergrund jedoch rasche Fortschritte: Mit einem Spitzenwert von 32,6 Metern pro Tag und einer Bestleistung von 158,7 Metern pro Woche.
Nach dem erfolgreichen Durchbruch beginnt nun der Innenausbau und die technische Ausstattung. Fertig gestellt, wird der Tunnel Hochspannungs-Gleichstromkabel beherbergen und so den Transport erneuerbarer Energien durch die Region ermöglichen.
Das von Porr als zentrales Infrastrukturprojekt bezeichnete Vorhaben markiert einen entscheidenden Schritt beim Ausbau des deutschen Stromnetzes. Die vorzeitige Fertigstellung des Tunnels ebnet den Weg für die nächste Phase des SuedLink-Korridors. Bald sollen Hochspannungskabel verlegt werden, um die Ziele der Energiewende in Deutschland zu unterstützen.
