"Ende Gelände" legt Ruhrgebiet lahm: Tausende blockieren Kraftwerke und Fabriken für Klimaschutz
Leila Bloch"Ende Gelände" legt Ruhrgebiet lahm: Tausende blockieren Kraftwerke und Fabriken für Klimaschutz
Klimaschutzaktivist:innen der antikapitalistischen Gruppe Ende Gelände haben in dieser Woche im gesamten Ruhrgebiet mehrere Proteste organisiert. Die Demonstrationen richteten sich gegen die fossile Infrastruktur, darunter Kraftwerke und Fabriken, die mit dem Ausbau der Gasversorgung in Verbindung stehen. Allein an den koordinierten Aktionen am Freitag beteiligten sich über 1.500 Menschen.
Am Freitag blockierten Protestierende das Kraftwerk Scholven in Gelsenkirchen, wo derzeit der Bau einer neuen Gaseinheit geplant ist. Auf demselben Gelände installierten Aktivist:innen Solarpaneele, um auf erneuerbare Energiealternativen aufmerksam zu machen. Gleichzeitig besetzte eine weitere Gruppe die Werksgleise von Europipe in Mülheim an der Ruhr, dem größten Pipeline-Hersteller Europas.
Rund 200 Demonstrant:innen unterbrachen zudem den Schichtwechsel in der Gießerei Friedrich Wilhelms Hütte in Mülheim, die zum Rüstungskonzern KNDS gehört. Die Bundesregierung plant, Milliarden in das Unternehmen zu investieren. In Hamm zogen Aktivist:innen mit einem Transparent in Richtung Hauptbahnhof, auf dem die Enteignung von Energiekonzernen gefordert wurde.
Eine für Samstag geplante Protestaktion am Kraftwerk Gersteinwerk wurde vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen verboten. Die Organisator:innen haben gegen den Beschluss Berufung eingelegt und erwarten bis Freitagabend eine Entscheidung. Trotz des Verbots werden am Samstag Tausende weitere Teilnehmende zu einer Großdemonstration erwartet, unterstützt von Greenpeace, BUND, Fridays for Future, Campact und lokalen Initiativen.
Die Proteste zeigen den wachsenden Widerstand gegen fossile Projekte im Ruhrgebiet. Angesichts anstehender Klagen und weiterer Großdemonstrationen dürften die Aktionen am Wochenende anhalten. Die Organisator:innen bleiben entschlossen, klimafreundliche Politiken und den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben.






