Erste thermische Asphaltanlage in Deutschland revolutioniert Kreislaufwirtschaft
Dora CichoriusErste thermische Asphaltanlage in Deutschland revolutioniert Kreislaufwirtschaft
Umweltminister Meyer: ‘Erste thermische Aufbereitungsanlage für teerhaltigen Asphalt in Deutschland ist ein wichtiger Schritt hin zu einer umwelt- und klimafreundlichen Kreislaufwirtschaft‘
Vorbild für regionale Kreislaufwirtschaft: Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Braunschweig hat den Bau und Betrieb der ersten thermischen Aufbereitungsanlage für teerhaltigen Asphalt in Deutschland genehmigt. Umweltminister Christian Meyer würdigt die Entscheidung: ‘Die Genehmigung für Deutschlands erste thermische Asphaltaufbereitungsanlage, die Schadstoffe zerstört, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer umwelt- und klimafreundlichen Kreislaufwirtschaft. Damit unterstützen wir die klimagerechte Transformation und stärken regionale Baustoffkreisläufe. Niedersachsen zeigt hier, wie wir als Vorreiter eine ökologische Wirtschaftswende vorantreiben können.’
4. Dezember 2025, 12:10 Uhr
Schlagwörter: Industrie, Umweltwissenschaften, Wirtschaft, Technologie
In Niedersachsen hat die erste thermische Aufbereitungsanlage für teerhaltigen Asphalt in Deutschland die Genehmigung erhalten. Die Anlage reinigt gefährliche Stoffe aus alten Straßenbaumaterialien und verwandelt sie in wiederverwendbare Rohstoffe. Mit einer Förderung von 4,054 Millionen Euro durch den Bund unterstützt das Projekt die Klimaneutralitätsziele der Region bis 2040.
Die Anlage ist Teil des Projekts ‘Aktuelle Nachrichten’ (Ressourcenrückgewinnung durch innovative Asphaltaufbereitung in der Harzregion) und wird jährlich bis zu 135.000 Tonnen teerbelastete Asphaltfräsungen verarbeiten. Mithilfe eines patentierten thermischen Verfahrens wird das Material auf etwa 600 °C erhitzt, um schädliche Verbindungen wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe zu entfernen. Der so gewonnene hochwertige Stoff lässt sich anschließend in neuen Asphaltmischungen oder langfristig sogar in der Betonproduktion wiederverwenden.
Sobald die Anlage in Betrieb geht, verringert sie den Bedarf an primären Rohstoffen und ermöglicht gleichzeitig die sichere Entsorgung gefährlicher Straßenbauabfälle. Ihr Erfolg könnte Schulbeispiel für ähnliche Einrichtungen in ganz Deutschland werden. Die Initiative passt in die übergeordneten Bestrebungen, die Infrastruktur zu dekabonisieren und die Klimaziele zu erreichen.
