08 May 2026, 10:19

EU-Methanverordnung in Kraft: Gasfirmen müssen jetzt Lecks stoppen – oder zahlen

Eine Säulendiagramm, das den prozentualen Anteil von Europas Abhängigkeit von russischem Erdgas zeigt, mit Text, der die Investitionsprozente angibt.

EU-Methanverordnung in Kraft: Gasfirmen müssen jetzt Lecks stoppen – oder zahlen

Neue EU-Vorschrift zu Methanemissionen tritt in Kraft – Gasunternehmen müssen handeln

Seit August 2024 gilt die Methan-Verordnung der EU, die die Arbeitsweise von Gasunternehmen grundlegend verändert. Die Regelung verpflichtet Firmen, Lecks in ihren gesamten Lieferketten zu messen und deutlich zu reduzieren. Wer sich nicht daran hält, riskiert Bußgelder und andere Sanktionen – es sei denn, eine Krise verzögert die Durchsetzung.

Im Fokus stehen vor allem Methanlecks bei der Gasförderung, was besonders US-amerikanische Exporteure trifft, die nach Europa liefern. Die Unternehmen müssen nachweisen, dass sie ihre Emissionen senken, andernfalls drohen Strafen. Ursprünglich sollten diese finanziellen Sanktionen, die Einziehung von Gewinnen und öffentliche Warnungen umfassen.

Druck zur Abschwächung der Regeln kam von mehreren Seiten Die Regierung unter dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hatte die EU gedrängt, die Verordnung abzuschwächen oder ganz fallen zu lassen, mit der Begründung, sie benachteilige amerikanische Energieunternehmen unfair. Gleichzeitig setzte sich Eurogas, ein Lobbyverband der Gasindustrie, monatelang für Ausnahmen ein. Auch die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche äußerte im März Bedenken und warnte, die Politik könnte die Gasversorgung gefährden.

Doch die Durchsetzung bleibt flexibel Bußgelder können gestreckt, ausgesetzt oder verschoben werden – insbesondere dann, wenn sie die Wärmeversorgung gefährden könnten. Selbst außerhalb offizieller Krisen können Behörden Strafen aufschieben. Allerdings hat die EU noch nicht definiert, was genau als Krise gilt und wie lange Ausnahmen gelten dürfen.

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Die Methan-Verordnung ist nun aktiv – doch die Strafen bleiben ungewiss Unternehmen müssen Lecks zwar reduzieren, doch bei Versorgungsrisiken könnten Bußgelder verschoben werden. Die endgültige Wirkung hängt davon ab, wie streng und wie schnell die EU die Regeln durchsetzt.

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