08 June 2026, 08:16

Fahimi und Radtke fordern Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer

CDA unterstützt obligatorische betriebliche Altersvorsorge

Fahimi und Radtke fordern Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer

In Deutschland gewinnt die Forderung nach verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge-Modellen an Fahrt. Sowohl Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), als auch Dennis Radtke, Chef der CDU-Arbeitnehmerunion, setzen sich für eine Stärkung der Alterssicherung ein. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, künftigen Rentnern mehr finanzielle Stabilität zu bieten.

Fahimis Plan sieht ein neues, verpflichtendes betriebliches Rentensystem vor. Arbeitgeber sollen demnach gemeinsam mit den Beschäftigten in diese Fonds einzahlen. Dies würde nach ihrer Überzeugung eine zuverlässigere Einkommensquelle für Rentner schaffen.

Radtke befürwortet einen ähnlichen Ansatz, betont jedoch eine engere Verzahnung der drei Säulen der deutschen Altersvorsorge. Sein Fokus liegt darauf, gesetzliche, betriebliche und private Renten effizienter zu verknüpfen, um einen würdevollen Ruhestand zu gewährleisten. Als Beispiel verweist er auf bestehende Modelle in der chemischen Industrie und anderen Branchen, wo Tarifverträge bereits betriebliche Altersvorsorge vorsehen.

Die Koalition aus CDU/CSU und SPD hat bereits eine umfassende Rentenreform angekündigt. Radtkes Vorschlag passt zu diesem Vorhaben und fordert als ersten Schritt eine Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer.

Sowohl Fahimi als auch Radtke sind sich einig, dass eine stärkere betriebliche Altersvorsorge für künftige Rentnergenerationen unverzichtbar ist. Ihre Pläne sehen Arbeitgeberbeiträge vor und bauen auf bestehenden branchenspezifischen Modellen auf. Nun geht es darum, wie diese Konzepte in die geplanten Rentenreformen der Regierung eingebunden werden können.

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