Falsche Anwaltsseite "betrugsrecht.de" betrügt Opfer von Finanzkriminalität erneut
Francesco HeinrichFalsche Anwaltsseite "betrugsrecht.de" betrügt Opfer von Finanzkriminalität erneut
Betrügerische Anwaltswebsite "betrugsrecht.de" lockt Opfer von Finanzbetrug in weitere Kostenfallen
Eine gefälschte Rechtsberatungsseite mit dem Namen betrugsrecht.de täuscht Opfer von Finanzbetrug, um ihnen noch mehr Geld zu entlocken. Die Website wirbt damit, verlorene Gelder aus Krypto-Betrug, Anlagebetrug und anderen Finanzstraftaten zurückzuholen. Doch Behörden warnen: Es handelt sich um einen wachsenden Rückhol-Betrug, der verzweifelte Geschädigte ins Visier nimmt.
Die Plattform verspricht eine kostenlose Fallprüfung, ein spezialisiertes Team und juristische Schritte zur Rückverfolgung gestohlener Gelder. Angeblich zahlen Opfer nur im Erfolgsfall. Ermittler fanden jedoch heraus, dass hinter dem Angebot keine echte Kanzlei steht.
Die Domain betrugsrecht.de wurde am 24. Dezember 2025 mit verdeckten Besitzerdaten verlängert – ein typisches Warnsignal. Die angegebene Adresse gehört zu mehreren Unternehmen, doch keines davon trägt den Namen betrugsrecht.de. Die im Impressum genannte GSCP Verwaltungs GmbH ist eine Investmentfirma, keine Anwaltskanzlei.
Die Fotos der angeblichen Mitarbeiter sind KI-generiert, und der vermeintliche Gründer, Dr. Thomas Weber, taucht nicht im offiziellen deutschen Anwaltsverzeichnis auf. Betroffene berichten, sie seien aufgefordert worden, bei Kraken ein neues Krypto-Konto zu eröffnen und mindestens 0,1 Bitcoin (etwa 6.000 Euro) als Vorauszahlung für eine Rückbuchung einzuzahlen. Nach der Zahlung brechen die Betrüger den Kontakt ab oder verlangen weitere Gebühren – die Verluste steigen.
Deutsche Behörden verzeichneten zwischen 2024 und 2025 rund 1.200 Fälle von Krypto-Rückhol-Betrug. Experten betonen, dass die Wiederbeschaffung gestohlener Kryptowährungen aufgrund rechtlicher und technischer Hürden extrem schwierig ist. Opfer werden aufgefordert, umgehend Anzeige zu erstatten, jeden Kontakt zu Betrügern abzubrechen und alle Beweise zu sichern.
Der Betrug nutzt aus, dass die Geschädigten bereits Geld verloren haben. Behörden bestätigen, dass betrugsrecht.de keine rechtliche Legitimität besitzt und einzig darauf abzielt, weitere Zahlungen zu erpressen. Betroffene sollten die Straftat melden und sich von dubiosen Rückhol-Dienstleistern fernhalten.






