Fendts autonomer Roboter Xaver GT revolutioniert die mechanische Unkrautbekämpfung
Sylvio ThiesFendts autonomer Roboter Xaver GT revolutioniert die mechanische Unkrautbekämpfung
Fendt hat den Xaver GT vorgestellt – einen vollautonomen Feldroboter, der speziell für die mechanische Unkrautbekämpfung entwickelt wurde. Die Maschine wurde auf der Agritechnica als Ein-Mann-System präsentiert und zielt zunächst auf den argentinischen Markt ab. Ihr Einsatz kommt zu einer Zeit, in der Landwirte nach Alternativen zu chemischen Herbiziden suchen, da Resistenzen zunehmen und Umweltbedenken wachsen.
Der Xaver GT baut auf dem früheren Ein-Bediener-Modell von Fendt auf, arbeitet nun aber vollständig ohne menschliches Zutun. Angetrieben wird er von einem Diesel-Elektro-Antrieb und nutzt Sensortechnik, künstliche Intelligenz sowie kameragestützte Reihenerkennung, um Felder präzise zu bearbeiten. Durch diese Autonomie kann er die Arbeitszeiten verlängern und gleichbleibende Leistung bei Aufgaben wie Hacken oder Eggen gewährleisten.
Der Roboter unterstützt verschiedene Anbaugeräte, wobei Fendt mit Herstellern von Landwirtschaftswerkzeugen zusammenarbeitet, um Kompatibilität zu sichern. Dank flexibler Anbaupunkte können Landwirte zwischen unterschiedlichen Bodenbearbeitungsmethoden wechseln. Zwar wurden noch keine Preise oder ein Markstart in Deutschland bekannt gegeben, doch könnte das System sowohl für ökologische als auch konventionelle Betriebe interessant sein, die mechanische und chemische Unkrautbekämpfung kombinieren möchten. Mechanische Methoden gewinnen an Bedeutung, da Herbizidresistenzen zunehmen und der öffentliche Druck zur Reduzierung von Pestiziden steigt. Die Fähigkeit des Xaver GT, autonom zu arbeiten, macht ihn zu einer potenziellen Lösung für Höfe, die auf nachhaltigere Praktiken umstellen.
Mit seiner KI-gestützten Navigation und modularen Bauweise bietet der Xaver GT einen neuen Ansatz im Unkrautmanagement. Durch die Verringerung des Herbizideinsatzes könnte er Betrieben helfen, regulatorische und ökologische Anforderungen zu erfüllen. Derzeit bleibt seine Verfügbarkeit auf Argentinien beschränkt; Details zu einer breiteren Markteinführung stehen noch aus.
