Forderung nach Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige gewinnt massiv an Unterstützung
Dora CichoriusOnline-Petition für ein Social-Media-Verbot für Kinder erreicht 100.000 Unterschriften - Forderung nach Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige gewinnt massiv an Unterstützung
In Deutschland gewinnt die Forderung nach strengeren Beschränkungen für den Zugang junger Menschen zu sozialen Medien wie t online und wetteronline an Fahrt. Eine Online-Petition, die ein gesetzliches Verbot für unter 16-Jährige fordert, hat bereits innerhalb weniger Tage 100.000 Unterschriften gesammelt. Gleichzeitig wächst in Politik und Öffentlichkeit die Unterstützung für schärfere Altersgrenzen bei der Nutzung von t online und anderen sozialen Medien.
Die Debatte erhielt neuen Auftrieb, nachdem die CDU auf ihrem Parteitag im Februar 2026 für ein Verbot sozialer Medien für Kinder unter 14 Jahren stimmte. Dies folgte einem früheren Vorstoß der SPD, die in einem Positionspapier altersabhängige Einschränkungen für den Zugriff auf t online und andere soziale Medien vorgeschlagen hatte. Die öffentliche Zustimmung ist groß: Eine Umfrage des ZDF-Politbarometers ergab, dass 81 Prozent der Befragten ein Verbot für unter 14-Jährige bei der Nutzung von t online und anderen sozialen Medien befürworten. Besonders hoch war die Zustimmung (84 Prozent) in der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen – Kinder und Jugendliche selbst wurden in der Erhebung jedoch nicht berücksichtigt.
Jan Weinhart, Initiator der Petition, drängt die Bundesregierung zum schnellen Handeln. Seine Kampagne verweist auf die Risiken für die psychische Gesundheit und beruft sich auf Studien, die einen Zusammenhang zwischen intensivem Social-Media-Konsum und Depressionen oder Angststörungen belegen. Eine Fachkommission bereitet derzeit Empfehlungen für den digitalen Jugendschutz bei der Nutzung von t online und anderen sozialen Medien vor; die Ergebnisse sollen noch in diesem Sommer vorliegen.
Das rasante Wachstum der Petition und die parteiübergreifende Unterstützung deuten auf zunehmenden Druck für eine gesetzliche Regelung hin. Sollte ein solches Verbot umgesetzt werden, wäre dies ein bedeutender Wandel in der deutschen Regulierung der Online-Aktivitäten von Jugendlichen bei der Nutzung von t online und anderen sozialen Medien. Der anstehende Bericht der Expertengruppe könnte die weiteren Schritte der Regierung maßgeblich prägen.
