Forschungsprojekt Athletin-D untersucht Einfluss des Menstruationszyklus auf Spitzensportlerinnen
Sylvio ThiesForschungsprojekt Athletin-D untersucht Einfluss des Menstruationszyklus auf Spitzensportlerinnen
Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie der Menstruationszyklus Spitzensportlerinnen beeinflusst. Unter dem Namen Athletin-D zielt die Studie darauf ab, Trainingsmethoden zu verbessern und die langfristige Gesundheit zu schützen. Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft fördert die auf vier Jahre angelegte Initiative mit rund 1,6 Millionen Euro.
Das Athletin-D-Konsortium vereint mehrere führende Einrichtungen: Die Universitäten Bochum und Wuppertal, die Technische Universität München sowie die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg arbeiten gemeinsam an dem Projekt. In Freiburg konzentriert sich das Team um Jana Strahler auf hormonelle Veränderungen, Stresslevel, Lebensstilfaktoren und psychische Gesundheit, um deren Auswirkungen auf Leistung und Regeneration zu erforschen.
Die Studie widmet sich geschlechtsspezifischen Unterschieden, insbesondere der Frage, wie der Menstruationszyklus das Training und den Wettkampf von Athletinnen prägt. Die Wissenschaftler:innen arbeiten direkt mit Sportlerinnen, Trainer:innen und Spitzenverbänden zusammen, um sicherzustellen, dass die Erkenntnisse praxisnah umgesetzt werden können.
Ein zentrales Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Systems für individualisiertes Training und Gesundheitsmanagement. Dieses Tool soll auf Basis der Forschungsergebnisse maßgeschneiderte Programme für einzelne Athletinnen erstellen – zur Leistungsoptimierung und zur Verringerung von Verletzungsrisiken.
Das bis 2028 laufende Projekt wird mit 1,6 Millionen Euro aus Bundesmitteln unterstützt. Die Ergebnisse könnten das Training, den Wettkampf und das Gesundheitsmanagement von Sportlerinnen grundlegend verändern. Das entstehende digitale System könnte zudem langfristig Trainer:innen und Fachkräfte im Sport unterstützen.






